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Radweg über den EV1 von Plymouth nach Aberdeen

Abschnitt:

Aberfoyle - Aberfeldy

EV1 am Loch Venachar
Bild: EV1 am Loch Venachar

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 94 Kilometer lange Radtour von Aberfoyle nach Aberfeldy. Sie ist Teil des europäischen Fernradweges Eurovelo 1 von Portugal zum Nordkap. Eine Übersicht zu allen Seiten des EV1 von Plymouth nach Aberdeen ist am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radtour auf dem Eurovelo 1 von Aberfoyle nach Aberfeldy

Logo Radweg 7Eurovelo 1Wir bleiben weiterhin auf der gut ausgeschilderten Route des nationalen Radweges 7, die vom Eurovelo 1 genutzt wird. Schilder des Eurovelos sucht ihr vergebens. Mehr als die Hälfte dieser Etappe ist nicht geteert.

Nördlich von Aberfoyle beginnen die Highlands. Die schmale A821 verlässt Aberfoyle in Richtung der Berge und steigt sogleich mit 10% kräftig an. Bereits nach wenigen hundert Metern verlassen wir schon wieder die Straße und biegen in einen kombinierten Rad-Fußweg ein. Er behält die Steigung der Straße bei. Nach wenigen hundert Metern endet das nur etwa einen Meter breite Teerband und wir kurbeln auf einer wassergebundenen Decke aufwärts. Der Weg wird breiter, die Steigung bleibt noch bei 8 bis 10%, später reduziert sie sich auf moderate 6%. Ab Aberfoyle arbeiten wir uns durch einen dichten Wald aufwärts - eine sehr schöne Strecke liegt bis Aberfeldy vor uns.

Im oberen Bereich des Weges bieten sich hin und wieder Ausblicke auf die umliegenden Berge. Auf einer Höhe von 250 Metern ist der höchste Punkt bis Callander erreicht. Wir radeln nun auf einer für den öffentlichen Verkehr freigegebenen Schotterpiste durch den Tressachs Naturpark. Bei der vor uns liegenden langen Abfahrt auf der Schotterpiste ist in den Kurven Vorsicht geboten, da mit Autoverkehr gerechnet werden muss. Die Strecke darf von Autos nur in der uns entgegen gesetzten Richtung befahren werden.

Zelten ist hier nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Übernachtungen auf diesen Plätzen müssen über das Internet gebucht werden (siehe Streckenübersicht). Es sind reine Naturplätze ohne jegliche Einrichtung, sie haben jedoch eine sehr schöne Lage an den Seen. Die ersten beiden Zeltstellen liegen am Loch Drunkie. Zur Saison ist mit vielen Mücken zu rechnen. Am westlichen Ende des langgestreckten Loch Venacher verlässt der Radweg 7 die Autopiste und biegt in einen schmalen Rad-Fußweg ein, der uns sehr schön entlang des südlichen Ufers des Sees auf ziemlich ebener Strecke führt. Am Beginn der schmalen Piste liegt noch eine ausgewiesene Zeltstelle.

Acht Kilometer vor Callander mündet der Radweg in eine schmale Teerstraße, auf der wir bis Callander am Seeufer bleiben. Callander ist ein sehr touristischer Ort mit vielen B&Bs, Restaurants und Cafés.

Zwischen Callander und Killin radeln wir 35 Kilometer sehr komfortabel auf einer ehemaligen Bahnstrecke. In einigen Teilbereichen ist der Bahnradweg geteert, jedoch überwiegend handelt es sich um eine wassergebundene Decke. Durch die Bahnstrecke beträgt die Steigung nur 2%. Manchmal ist die Bahnstrecke für kurze Stücke unterbrochen. Dann kann es mit über 10% empfindlich steil werden, wenn der Weg die ehemalige Bahnlinie verlässt und in Serpentinen zu einem Ausweichweg hinauf oder hinab führt.

Bis zum Loch Earn radeln wir durch ein waldreiches Tal. Die Nationalstraße A84 verläuft auf der Ostseite des Tales, der Bahnradweg meistens auf der Westseite. Loch Earn lässt der Radweg im Osten liegen und wendet sich ansteigend in Richtung Nordwesten. Hier schieben wir eine mehr als 10 Prozent steile Serpentinenstrecke aufwärts und haben dadurch schon einiges an Höhe gewonnen. 170 Höhenmeter gewinnen wir auf den nächsten sieben Kilometern. Nach den Serpentinen sind wir wieder auf der Bahnstrecke und kurbeln gemütlich mit 2% weiter aufwärts. Die Nationalstraße A85 sehen wir tief unter uns auf der anderen Talseite. Die Bäume weichen immer mehr zurück, die Hänge des Tales sind nun frei von Bäumen. Kurz nach Queren der Straße A85 ist mit 285 Metern der höchste Punkt erreicht, seit Loch Earn sind wir 165 Meter angestiegen.

Auf der anderen Seite des Passes geht es sehr steil auf einer überwiegend geschotterten Radpiste abwärts. Wer in Gegenrichtung fährt, hat hier eine sehr anstrengende Schiebestrecke vor sich. Durch Wald rollen wir abwärts. Zahlreiche Schilder weisen die Radler darauf hin, langsam zu fahren. Es geht fünf Kilometer bis zum Ort Killin abwärts.

Am Eingang in den touristischen Ort gibt es einige Stromschnellen vor einer fotogenen Straßenbrücke, die sogenannten Falls of Dochart. Im Ort warten die üblichen B&Bs, Restaurants und Cafés auf die Touristen.

Der Radweg 7 bzw. Eurovelo 1 führt nun zum westlichen Ende des Loch Tay und führt uns in einem ständigen Auf und Ab auf schmaler Teerstraße sehr schön am Südufer des Loch entlang. Die kurzen Steigungen und Abfahrten erreichen bis zu 10%. Am anderen Seeende liegt Kenmore, das in der Hauptsache aus einem Hotel, einigen B&Bs und einem Golfplatz besteht.

Wir wechseln hinter Kenmore auf die nördliche Seite des Tales und radeln auf einer schmalen Teerstraße ohne nennenswerte Steigungen nach Aberfeldy. Wer in Aberfeldy nicht übernachtet und nicht eigens in den Ort abbiegt, bleibt auf der nördlichen Seite des Tales und sieht nichts von dem Dorf.

Über Campingplätze und Geschäfte entlang dieser Etappe informiert die Streckenübersicht.

EV1 zwischen Aberfoyle und Loch Drunkie
Bild: EV1 zwischen Aberfoyle und Loch Drunkie
Karte zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Aberfoyle nach Aberfeldy
Bild: Karte zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Aberfoyle nach Aberfeldy
EV1 am Loch Venachar
Bild: EV1 am Loch Venachar
Callander
Bild: Callander
Loch Lubnaig
Bild: Loch Lubnaig
EV1 auf alter Bahnstrecke nördlich von Loch Earn
Bild: EV1 auf alter Bahnstrecke nördlich von Loch Earn
Loch Tay bei Kenmore
Bild: Loch Tay bei Kenmore
Bild: Karte zur Radtour über den Eurovelo 1 von Plymouth nach Aberdeen
Höhenprofil zur Radtour auf dem Eurovelo 1 Aberfoyle nach Aberfeldy
Bild: Höhenprofil zur Radtour auf dem Eurovelo 1 Aberfoyle nach Aberfeldy (Nächste Seite Nächste Seite)