Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

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Radtour auf dem EV1 von Lissabon nach Faro

Abschnitt:

Lissabon - Setúbal

Blick über den Tejo auf Lissabon
Bild: Blick über den Tejo auf Lissabon
Bild: Setúbal an der Mündung des Rio Sado

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 91 Kilometer lange Radtour von Lissabon nach Setúbal. Sie ist Teil des europäischen Fernradweges Eurovelo 1 von Portugal zum Nordkap. Eine Übersicht zu allen Seiten des EV1 von Lissabon nach Faro ist am Beginn dieser Seite dargestellt.

Auf dem EV1 von Lissabon nach Setúbal

Eurovelo 1Der Eurovelo 1 ist auf dieser überwiegend geteerten Etappe nicht ausgeschildert.

Wir starten unsere Radtour auf dem Eurovelo 1 in Lissabon. Die Stadt lohnt einen mehrtägigen Aufenthalt. Mit dem Zelt übernachtet ihr auf dem Stadt-Campingplatz von Lissabon (siehe Streckenübersicht). Er liegt sechs Kilometer Luftlinie und ca. zehn Radelkilometer vom Stadtzentrum entfernt in denBergen am Stadtrand. In der Nähe des Campingplatzes hält ein Bus, der euch ohne Umsteigen in einer Dreiviertelstunde ins Zentrum bringt.

Für die Besichtigung von Lissabon sollten ein bis zwei Tage eingeplant werden. Sehenswert sind insbesondere die Altstadt um den Praça do Comércio, den zentralen Platz in der Nähe des Tejoufers und der Burgberg. Mit den kleinen historischen Straßenbahnen, die nur von Touristen genutzt werden, könnt ihr durch die Altstadt rumpeln. Lohnend ist auch ein Besuch des Weltkulturerbes Mosteiro dos Jerónimos einige Kilometer westlich des Zentrums. Davor am Ufer des Tejo das Padrão dos Descobrimentos, das Denkmal für die Seefahrer und nicht weit der Torre de Belém, ein historischer Verteidigungsturm.

Historische Straßenbahn in Lissabon
Bild: Historische Straßenbahn in Lissabon

Bei Lissabon mündet der Rio Tejo ins Meer. Zwei große Brücken queren den breiten Fluss. Als Radfahrer müssen wir den Tejo mit einer Personenfähre queren. Unser Radweg, unser GPS-Track und auch unsere Kilometerzählung beginnen an der Fährstation Cais do Sodré nicht weit östlich der großen Hängebrücke über den Rio Tejo. Gleich vor dem Fähranleger liegt der gleichnamige Bahnhof. Mit der Personenfähre schippern wir bequem über den hier nur zwei Kilometer breiten Fluss nach Cacilhas. Alternativ könnt ihr auch mit einer Fähre nach Seixal fahren und erspart euch 15 Kilometer durch die wenig schönen Stadtgebiete südlich von Cacilhas.

Ab Cacilhas geht es endlos durch miteinander verwachsene Orte entlang einer schnurgeraden Straßenbahnlinie. Teilweise gibt es einen Radweg oder man nutzt den Gehweg. Nach 11 Kilometern ab Cacilhas wird ein großes Straßenkreuz A2-N10 erreicht. Die offizielle Führung des Radweges haben wir hier nicht gefunden bzw. sie scheint über die vierspurige und stark befahrene N10 zu gehen. Wir sind daher auf Nebenstraßen nördlich der N10 ausgewichen, hatten dort jedoch auch sehr viel Verkehr. Nach zwei Kilometern mündet unsere "Umgehung" der N10 wieder in die N10, ab hier läßt sich die Hauptstraße jedoch wieder ganz gut befahren.

Vor der Querung der A33 verlässt der Radweg die N10 und biegt in eine Nebenstraße, die N377 ein. Leider ist auch hier bis Fernão Ferro recht viel Verkehr. Erst südwestlich des Ortes läßt der Verkehr nach und wir fahren durch ein großes Nato-Übungsgebiet mit viel Wald - endlich wird es landschaftlich schön.

Die letzten fünf Kilometer vor der Einmündung in die N379 geht es etwas anstrengend auf ungeteerten, grobschottrigen Wegen, öfters auch ziemlich steil, auf und ab durch eine abwechslungsreiche Landschaft.

An der Einmündung in die N379 biegen wir nach rechts zum Cabo Espichel ein. Diese vier Kilometer lange geteerte Stichstraße bleibt ungefähr auf einer Höhe zum 134 Meter hohen Kap. Die richtige Höhe haben wir bereits zuvor auf der Schotterstraße gewonnen.

Das Cabo Espichel liegt an einer Steilküste. Etwas abseits der Straße steht ein Leuchtturm und unmittelbar am Parkplatz liegt ein ehemaliges Kloster mit der barocken Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Cabo. Fahrt rechts am Kloster vorbei auf dem Gehweg zur Steilküste und genießt von dort den Blick aufs Meer und das Kloster. Neben dem Kloster bietet ein kleines Café Erfrischungen an.

Nun kurbeln wir die vier Kilometer wieder zurück und bleiben an der Einmündung der N377 weiterhin auf der N379 und ungefähr auf einer Höhe bis zum größeren Ort Santana mit Einkaufsmöglichkeiten.

In Santana biegen wir in die wenig befahrene M525 ein. In der Nähe des Ortes Calhariz verlässt der Eurovelo 1 die Straße und biegt in einen ungeteerten Wanderweg ein, der uns durch den sehr schönen Parque Natural da Arrábida führt. Anfangs ist der Weg kurzzeitig an Steigungen mit tiefen Regenfurchen gezeichnet. Trotzdem solltet ihr diesen 5,5 Kilometer lange Abschnitt abseits der Straßen unbedingt mitnehmen. Es geht auf einem Wander- und Reitweg durch ein weites Gebiet mit Baumbestand und Freiflächen. Immer wieder gibt es Wegeverzweigungen ohne Beschilderung, hier ist der GPS-Track sehr wichtig! Im Großen und Ganzen bleibt der Weg auf einer Höhe.

Wem diese Strecke zu abenteuerlich ist, der bleibt auf der Teerstraße und biegt nach einigen Kilometern in die N379-1 in Richtung Küste ein.

Nach 5,5 Kilometern herrlicher Strecke durch den Parque Natural da Arrábida mündet der Wanderweg in die N379-1. 300 Meter verläuft der Weg noch parallel unterhalb der N379-1 bis er an einem Tor endet. Links und rechts des Tores gibt es jeweils einen schmalen Durchlass für Fußgänger. Ohne Gepäck lassen sich die Räder hindurchschieben.

Bis Setúbal bleiben wir nun auf Teerstraßen. Es geht andauernd - auch länger - rauf und runter, die Strecke ist sehr schön, aber recht anstrengend, daher empfehlen wir, ggf. bereits in Santana zu übernachten. Gleich nach der Einmündung des Wanderweges in die N379-1 beginnt ein längerer Anstieg von 80 Höhenmetern auf 250 Meter über dem Meeresspiegel. Während einer 2,5 Kilometer langen Abfahrt biegen wir in die N10.4 Richtung Küste ab, es geht 180 Höhenmeter steil hinunter zum Meer, jedoch nicht ganz bis zum Wasser. Mehrere anstrengende Anstiege von 50 Höhenmetern liegen auf dem Weg zur Meereshöhe. Es bieten sich schöne Ausblicke auf die unten am Meer liegenden Orte und Strände. Es bleibt hügelig, bis die ersten Häuser von Setúbal erreicht sind.

Setúbal ist eine große Stadt am Rio Sado mit allen Einkaufsmöglichkeiten. Von West nach Ost zieht sich die Hauptstraße mit einem breiten parkähnlichen Grünstreifen in der Mitte durch die Stadt. Östlich des Stadtgebietes schließen sich große Hafenanlagen an.

Über Campingplätze entlang dieser Etappe informiert die Streckenübersicht.

Karte zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Lissabon nach Setúbal
Bild: Karte zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Lissabon nach Setúbal
Laranjeiro
Bild: Laranjeiro
20 Kilometer östlich von Dungarvan
Bild: Südlich von Fernão Ferro xxx
Kloster am Cabo Espichel
Bild: Kloster am Cabo Espichel
Steilküste am Cabo Espichel
Bild: Steilküste am Cabo Espichel
Sierra da Arrábida
Bild: N379 zwischen Cabo Espichel und Santana
Parque Natural da Arrábida
Bild: Parque Natural da Arrábida
Steilküste westlich von Setúba
Bild: Steilküste westlich von Setúbal
Steilküste westlich von Setúba
Bild: Steilküste westlich von Setúbal
Höhenprofil zur Radtour von Le Mont-Saint-Michel nach Roscoff
Bild: Höhenprofil zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Lissabon nach Setúbal (Nächste Seite Nächste Seite)