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Radtour auf dem EV1 von Lissabon nach Faro

Abschnitt:

Odeceixe - Sagres

Praia da Bordeira bei Carrapateira
Bild: Praia da Bordeira bei Carrapateira

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 86 Kilometer lange Radtour von Odeceixe nach Sagres. Sie ist Teil des europäischen Fernradweges Eurovelo 1 von Portugal zum Nordkap. Eine Übersicht zu allen Seiten des EV1 von Lissabon nach Faro ist am Beginn dieser Seite dargestellt.

Auf dem EV1 von Odeceixe nach Sagres

Eurovelo 1Auf dieser Etappe ist der Eurovelo 1 nicht ausgeschildert und während langer Passagen nicht geteert (ca. 50%).

Die Strecke zwischen Odeceixe und der Steilküste bei Carrapateira ist sehr schön und führt uns abseits der Hauptstraßen, auch auf Pisten, die für den Straßenverkehr gesperrt sind.

Odeceixe lässt der Eurovelo 1 links am Hang liegen und führt uns entlang des südlichen Ufers des Ribeira zum herrlichen Strand von Odeceixe, wo der Fluss Ribeira ins Meer mündet. Da die Steilküste hier nur vom Ribeira unterbrochen wird, müssen wir kurz vor Erreichen des Meeres wieder recht steil auf die Felsen hoch und werden oben mit einem tollen Blick auf den breiten Sandstrand des Praia de Odeceixe belohnt. Auf der Höhe erwarten uns zudem einige Restaurants, wo wir den schönen Blick mit einer Tasse Kaffee auf einer Terrasse genießen können.

Wir radeln oberhalb des Talrandes mit dem tief unten liegenden Ribeira auf einer geteerten Straße zurück in Richtung Odeceixe und tangieren den Ort an seinem südlichen Rand. Wir folgen nun schmalen Teerstraßen nach Süden, berühren in dem Ort Maria Vinagre kurz die rege befahrene N120 und nutzen weiter kaum befahrene Teersträßchen nach Rogil, das wieder an der N120 liegt.

Südlich von Rogil geht es auf Pisten weiter nach Aljezur. Sechs Kilometer vor Aljezur senkt sich die Piste mit über 10% Gefälle steil hinunter in ein Flusstal (in Gegenrichtung Schiebestrecke). Unten radeln wir gemütlich landeinwärts entlang des Flusses bis zu einem Rastplatz für Wanderer mit Tischen und Bänken. Dort biegen wir scharf rechts von der Teerstraße ab und überqueren den Fluss zu einem Berg, auf dem die Altstadt von Aljezur thront. Die Neustadt von Aljezur liegt mit Geschäften westlich unterhalb des Berges an der N120. Wer dort einkaufen möchte, sollte nicht zuerst in die Altstadt hochschieben, sondern zuerst einkaufen. In der Altstadt gibt es keine Geschäfte! Es geht mit über 10% auf einer schmalen Teerstraße und später schieben wir auf nur einen Meter breiten, verwinkelten Gehwegen zwischen kleinen, weißen Häusern hinauf in die Altstadt.

Steiler Aufstieg in die Altstadt von Aljezur
Bild: Steiler Aufstieg in die Altstadt von Aljezur

Die Route des Eurovelo 1 arbeitet sich durch das Gewirr der eng beieinander stehenden Häuser. Nach einer kurzen Abfahrt steigt der Teerweg abermals steil zur Burg von Aljezur an. Sie liegt auf einem weiteren Hügel oberhalb der Altstadt. Der Ort liegt nun hinter uns und es geht weiter auf und ab, dann ein kurzes Stück über die Teerstraße M1003-1 nach Vales.

Nach kurzer Fahrt zweigt der Eurovelo in einen Schotterweg ab. Über diesen Weg verläuft auch der Küstenwanderweg. Bis kurz vor Carrapateira nutzt der Eurovelo 1 den ungeteerten Wanderweg. Er bleibt für neun Kilometer größtenteils auf einer Höhe, unterbrochen von einigen wenigen steilen Anstiegen und Abfahrten. Der Track zieht sich durch dichten Baumbestand, durch Buschwerk oder auch mal durch offenes Gelände. Einige Abschnitte sind steinig und etwas mühsam zu fahren, größtenteils kommen wir gut voran - ein sehr schöner Abschitt.

Kurz vor Carrapateira erreicht der Eurovelo die Teerstraße N268, es sind nur noch zwei Kilometer bis Carrapateira. Wir biegen jedoch unmittelbar vor dem Ort mit seinen blendendweißen Häusern rechts zur Küste ab und fahren einen acht Kilometer langen, sehr lohnenden Rundkurs entlang einer wunderbaren Steilküste.

Steil geht es auf geteerter Straße zu einem Aussichtspunkt hinauf.Von oben haben wir einen tollen Blick auf den nördlich liegenden Praia da Bordeira, einen sehr breiten, sichelförmigen Sandstrand, der die Bucht bei Carrapateira, einem bekannten Surferparadies, ausfüllt. Am Aussichtspunkt endet die Teerstraße, die nächsten vier Kilometer entlang der Steilküste sind auf einer grob geschotterten, sehr holprigen Piste zu kurbeln, die auch für den Autoverkehr freigegeben ist. Dieser kleine Rundkurs ist unbedingt lohnend. Er folgt in Richtung Süden der Steilküste. Häufig sind von der Piste Fußwege mit Holzbohlen zu den Klippen gebaut, von denen sich ein phantastischer Blick auf die senkrecht abfallenden Felsen ergibt. Teilweise sind der Küste kleine Inseln aus senkrecht aufragenden Felstürmen vorgelagert. Schließlich erreicht der Fahrweg seinen südlichsten Punkt an einigen Restaurants. Dort schließt sich der Praia do Amado an die Steilküste an.

Unser Rundkurs wendet sich nun wieder nach Norden und führt uns auf einer guten Teerstraße zwei Kilometer stetig ansteigend durchs Landesinnere zum südlichen Ortsrand von Carrapateira. Dort biegt der Eurovelo 1 in die N268 nach Süden ein. Für 13 Kilometer folgen wir durch viel Grün der Nationalstraße bis Vila do Bispo. Die gut ausgebaute Straße steigt während fünf Kilometern stetig mit 2 bis 3% an.

Vila do Bispo bietet viele Restaurants und Cafés sowie gute Einkaufsmöglichkeiten am südlichen Ortrand. Der Eurovelo macht ab Vila do Bispo einen Bogen zum Cabo de São Vincente und erreicht nach 27 Kilometern erneut Vila do Bispo.

Auf dem Hinweg zum Kap kurbeln wir über eine Schotterpiste und zurück radeln wir entlang der N268. Die gut befahrbare Piste führt uns ziemlich gerade nach Südwesten durch eine kahle, karge Landschaft mit weitem Blick. Zum Glück gibt es keinen Verkehr auf der Schotterstrecke, sonst würden wir völlig eingestaubt. Nach kurzer Fahrt sehen wir bereits in der Ferne den Leuchtturm am Kap liegen.

Nach neun Kilometern ab Vila do Bispo - die letzten 2,5 Kilometer sind geteert - erreichen wir die Stichstraße (wieder N268) zum nur noch 2,5 Kilometer entfernten Kap. Der Verkehr nimmt schlagartig zu, natürlich alles Touristen. Am Cabo de São Vincente werden wir von einer entlang der Straße aufgebauten Kette aus Imbissständen und Andenkenläden erwartet. Ein Wagen lockt mit der deutschen Inschrift "Letzte Bratwurst vor Amerika".

Am Aussichtspunkt bietet sich ein herrlicher Blick über die bis zu 70 Meter hohe Steilküste. Die Steilküste bildet die Südwestspitze des europäischen Festlands, mit einer Reichweite von über 60 Kilometern gilt der Leuchtturm als der lichtstärkste Europas.

Über die N268 radeln wir zum sechs Kilometer entfernten Ort Sagres. Südwestlich von Sagres sehen wir auf einer Landzunge mit steil abfallenden Klippen, der Ponta de Sagres, das Fort Fortaleza de Sagres liegen. In dem touristischen Sagres gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten.

Über Campingplätze entlang dieser Etappe informiert die Streckenübersicht.

Cabo de São Vincente
Bild:
Cabo de São Vincente
Karte zur Radtour von Odeceixe nach Sagres
Bild: Karte zur Radtour von Odeceixe nach Sagres
Mündung des Rio Seixe
Bild: Mündung des Rio Seixe
Piste bei Rogil
Bild: Piste bei Rogil
Südlich von Aljezur
Bild:
Südlich von Aljezur
Zwischen Aljezur und Carrapateira
Bild: Zwischen Aljezur und Carrapateira
Vila do Bispo
Bild: Vila do Bispo
Cabo de São Vincente
Bild: Ende der N268 am Leuchtturm und Cabo de São Vincente
Cabo de São Vincente
Bild: Am Cabo de São Vincente
Sagres
Bild: Sagres
Höhenprofil zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Odeceixe nach Sagres
Bild: Höhenprofil zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Odeceixe nach Sagres (Nächste Seite Nächste Seite)