Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

Blick vom Hang unterhalb des Ruonas ins Tjuoltavagge.
Bild: Blick vom Hang unterhalb des Ruonas ins Tjuoltavagge. Links der Bildmitte ist die Rinne Tjuoltakårså zu sehen. Rechts oberhalb der Rinne geht die Wanderroute entlang.

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 13 Kilometer lange Wanderung von Habres durch das Tjuoltavagge ins Låptåvagge. Sie ist Teil einer Rundwanderung durch den Sarek-Nationalpark im Norden Schwedens. Eine Übersicht zu allen Seiten der Rundwanderung ist oben am Beginn der Seite dargestellt.

Wanderung durch den Sarek-Nationalpark von Habres durch das Tjuoltavagge ins Låptåvagge

  • Entfernung ca. 13 km
  • Gehzeit ca. 6 Stunden

Von den Teichen unterhalb des Berges Habres führt unsere Route nach Westen zunächst bequem durch Fjällheide und Gras, später über Blockfelder bergab, z.T. wird es relativ steil. Wir wandern bis zur tief eingeschnittenen, felsigen Furche Ruonaskårså.

Ruonasvagge
Bild: Die steile, felsige Rinne Ruonaskårså ist die Fortsetzung des Ruonasvagge.

Wir müssen uns unbedingt westlich der Ruonaskårså halten und den Bach vor der steilen Felsenrinne furten. Der Abstieg zum Bach ist westlich der Ruonaskårså immer noch recht steil, aber gut machbar. In der Regel ist das Furten unproblematisch, denn die Strömung ist relativ gering. Anstrengend ist dagegen mit schwerem Rucksack der kurze Aufstieg aus der Nordseite der Furche. Man kann notfalls auch Wacholderbüsche zum Hochziehen nutzen.

Ruonasvagge
Bild: Ruonasvagge

Wir gehen nun unterhalb des 1161 hohen Bergs Ruonas in östlicher Richtung schräg am Hang entlang in Nähe der zu unserer Rechten liegenden Schlucht Ruonaskårså und steigen, zunächst über herrlich weiche Fjällheide, bergab ins Tjuoltavagge, das sehr einsam und wildreich ist. Der Blick in das mit dichter Vegetation bewachsene grüne Tal ist einfach wunderbar, ein Durchwandern dieses Dschungels in Richtung Südosten dürfte aber äußerst anstrengend sein. Der Pfad verliert sich rasch, wir entfernen uns von der Schlucht Ruonaskårså und halten uns nordwestlich unterhalb des Berges Ruonas und suchen uns einen Abstieg zwischen Blockfeldern, Sümpfen und dem immer dichter werdenden Birkenwald.

Je weiter wir nach unten ins Tjuoltavagge kommen, desto dichter und anstrengender wird auch unserer Route. Gras- und Heideflächen treten zurück, schließlich muss man einen Weg durch Blockfelder und später durch Birkendickicht finden. Teilweise können wir Tierpfade nutzen und immer wieder muss man größeren sumpfigen Gebieten ausweichen. Allerdings gibt es in den Sumpfflächen im Spätsommer köstliche Moltebeeren, die die Anstrengung etwas vergessen lassen.

Wir gehen schräg Richtung Nordwesten bis zu einer bereits von weitem gut sichtbaren Rentierzüchterhütte, in deren Nähe es gute Zeltmöglichkeiten gibt. Etwas nördlich dieser Hütte können wir am Zusammenfluss der beiden Flüsse Tjuoltajåkkå und Puoitesjåkkå furten. Je nach Wasserstand furtet man die beiden Flüsse einzeln oder unterhalb des Zusammenflusses. Der Puoitesjåkkå dürfte relativ einfach sein, der folgende Tjuoltajåkkå ist jedoch deutlich tiefer und hat eine spürbar stärkere Strömung.

Nach dem Furten queren wir über Moorflächen, Birkengestrüpp und Fjällheide in nördlicher Richtung das Tal Tjuoltavagge und gehen auf die Böschung östlich der tiefen Schlucht Tjuoltakårså zu. Es geht nun recht steil über Fjällheide um 350 bis 400 Höhenmeter entlang der Kante der Schlucht in mehreren Höhenstufen bergauf, bis wir schließlich 1000 m Höhe erreichen. Mit ein paar Pausen zum Atemholen und Bewundern der grandiosen Landschaft ist dies aber gut zu bewältigen.

Tjuoltakårså
Bild: Steiler Aufstieg entlang der Rinne Tjuoltakårså

Wir gehen weiter oberhalb der Schlucht Tjuoltakårså und des Baches Tjuoltajåkkå und kommen schließlich in den Ausgang des Låptåvagga. Hier finden wir an einem kleinen See traumhaft schöne Zeltstellen auf einer ebenen Wiese unmittelbar am Ufer.

Karte zur Wanderung von Habres durch das Tjuoltavagge ins Låptåvagge
Bild: Route der Wanderung von Habres durch das Tjuoltavagge ins Låptåvagge
Ruonasvagge mit dem Gebirge Tarrekaise im Hintergrund
Bild: Ruonasvagge mit dem Gebirge Tarrekaise im Hintergrund
Tjuoltavagge
Bild: Tjuoltavagge
Blick zurück vom Aufstieg zum Låtpåtvagga über das Tjuoltavagge mit der Rentierzüchterhütte und der Anhöhe Habres am linken Bildrand
Bild: Blick zurück vom Aufstieg zum Låtpåtvagga über das Tjuoltavagge mit der Rentierzüchterhütte und der Anhöhe Habres am linken Bildrand.
Aufstieg aus dem Tjuoltavagge in Richtung Tjuoltakårså
Bild: Aufstieg aus dem Tjuoltavagge in Richtung Tjuoltakårså (Bildmitte)
Låptåvagge
Bild: Låptåvagge mit einer idealen Zeltstelle vor dem kleinen See. Im Hintergrund der Tsatsa (1852 Meter)
Zeltstelle im Låptåvagge
Bild: Zeltstelle im Låptåvagge. Im Hintergrund der Tsatsa (1852 Meter) (—»)