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Notfunk-Systeme

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Satellitengestützte Notfunksysteme und Kommunikationsgeräte

Im Rahmen der Planung einer Weitwanderung auf dem Continental Divide Trail durch die USA haben wir uns eingehend mit Notfunk- und Kommunikationssystemen beschäftigt, die auch dort funktionieren, wo kein Mobilfunkempfang möglich ist.

Bei oberflächlicher Betrachtung gibt es eine ganze Menge Informationen zu diesem Thema im Internet. Wer die Funktionen der Geräte jedoch im Detail analysieren möchte, wird schnell festellen, dass die Angaben vieler Gerätehersteller und Diensteanbieter unvollständig und missverständlich sind. Aus diesem Grunde stellen wir auf dieser Seite unsere Recherche-Ergebnisse bereit.

Dabei geht es uns nicht um einen umfassenden Marktüberblick. Wir haben uns stattdessen auf die gängigsten und aus Kosten-Nutzenerwägungen heraus interessantesten Geräte und Diensteanbieter beschränkt.

Satelliten

Wir stellen zunächst die für die betrachteten Geräte relevanten Kommunikationsnetze vor und erläutern den Unterschied zwischen einem Satellitenkommunikationssystem und einem Globalen Navigationssatellitensystem. Anschließend gehen wir kurz auf Notrufzentralen ein und stellen schließlich die aus unserer Sicht wichtigsten Endgeräte für Notrufe und satellitengestützte Kommunikation vor. In detaillierten Vergleichstabellen werden die Eigenschaften der Geräte gegenüber gestellt. Am Ende der Seite gibt es eine grobe Kostenübersicht.

Wir haben alle Angaben sorgfältig und nach bestem Wissen aus öffentlich verfügbaren Quellen zusammengestellt, können jedoch für die Korrektheit der Informationen keine Gewähr übernehmen.

Inhaltsverzeichnis

Kommunikationsnetze

Mobilfunknetze

Geräte, die nur über Mobilfunknetze funktionieren, werden hier nicht weiter betrachtet, da wir ja insbesondere abseits vorhandener Mobilfunk-Infrastrukturen kommunizieren wollen.

Auch in Europa gibt es genügend Gebiete, wo ihr wochenlang unterwegs sein könnt und keinen Mobilfunkempfang habt. Wer dort erreichbar sein möchte oder wichtiger, im Falle eines Unfalles einen Notruf senden möchte, benötigt ein Gerät, das über Satelliten kommunizieren kann. Solowanderer sollten in solchen Gebieten mindestens ein einfaches, satellitengestütztes Notrufgerät im Gepäck haben.

Satellitenkommunikationssysteme

Satellitenkommunikationssysteme ermöglichen den Austausch von beliebigen bidirektionalen Nachrichten (Senden und Empfangen) zwischen einem Sender und einem Empfänger unter Einbezug eines Kommunikationssatelliten. Sie sind nicht zu verwechseln mit Navigationssatellitensytemen (siehe weiter unten).

Die wichtigsten Satelliten-Kommunikationssysteme stellen wir im Folgenden kurz vor:

Logo IridiumIridium

Iridium basiert auf 66 Satelliten. Das weltumspannende Satellitenkommunikationssystem wird durch das gleichnamige US-amerikanische Unternehmen Iridium Communications Inc. betrieben.

Bei Iridium werden Gespräche über eine Kommunikation zwischen den Satelliten weitergeleitet, netzinterne Gespräche werden direkt zwischen den Satelliten vermittelt und erfordern keine Bodenstation.

Die Kommunikation mit Iridium ist von jedem Standort auf der Erdoberfläche jederzeit möglich, wenn klare Sicht zum Himmel in alle Richtungen ab einem Höhenwinkel von 8,2° am Äquator besteht. Um eine absolut einwandfreie, unterbrechungsfreie Kommunikation mit Iridium sicherzustellen, dürfen aufragende Objekte vor Ort einen bestimmten Höhenwinkel nicht überschreiten. Der Winkel ist von der geographischen Breite (Breitengrad) abhängig, Am Äquator darf kein Objekt ab einem Höhenwinkel von 8,2° die Sicht zum Himmel stören, für Frankfurt gilt ein Winkel von 10° und für den Polarkreis beispielsweise 12°. Wird der Winkel nicht eingehalten, kann es zu einem Abbruch der Gesprächsverbindung kommen, wenn der alte Satellit hinter dem Objekt verschwindet und der neue Satellit noch nicht in Sichtweite ist.

An einem Standort mit Objekten, die die Faustregel verletzen, wie zum Beispiel in einer tiefen Schlucht, kann es also zu Verbindungsunterbrechungen kommen. Selbst Sträucher, Bäume, Haus- und Hüttenwände können die Iridium-Kommunikation stören. In einer sehr tiefen Schlucht, in der nur im Zenit uneingeschränkte Sicht zum Himmel besteht, ist im schlimmsten Fall über 120 Minuten keine Kommunikation möglich, da erst dieser Zeit durch die Erdumdrehung wieder ein Iridium-Satellit im Zenit ist.

Die Kommunikationsverfügbarkeit wird also nicht nur durch die Anzahl der Satelliten bestimmt, sondern durch eine Vielzahl weiterer Faktoren, wie z.B. Bahnneigung. Iridium hat eine Bahnneigung von 86,4 Grad und deckt damit als einziges Satellitenkommunikationssystemm auch die Polkappen ab.

Logo GlobalstarGlobalstar 

Globalstar basiert auf 48 Satelliten. Gegründet wurde das Unternehmen von einem Zusammenschluss weltweit führender Telefongesellschaften und Geräteherstellern.

Durch die Bahnneigung von 52 Grad (Iridium 86,4 Grad) deckt Globalstar nicht die Polkappen ab. Die Polkappen werden nur über das Iridium-Netz versorgt.

Da die Globalstar-Satelliten keinen Kontakt untereinander haben, können nur Gespräche weitergeschaltet werden, wenn sich in der Ausleuchtungszone des jeweiligen Satelliten gleichzeitig eine Bodenstation befindet. Bei Globalstar werden auch netzinterne Gespräche immer über ein Gateway am Boden und ggf. die konventionelle Telefonnetzinfrastruktur geroutet.

Auf hoher See wie auch in großen Teilen Afrikas und Südasiens hat das Globalstar-Netz daher teilweise keinen Empfang, obwohl die Satelliten diese Gebiete theoretisch abdecken. Durch sogenanntes Extended-Coverage (Reflexion des Signales an der Meeresoberfläche) ist jedoch auch teilweise ein Empfang auf hoher See möglich (komplette Karibik, große Teile des Nordatlantiks). Die Qualität ist hierbei allerdings einer größeren Schwankungsbreite unterlegen. Zur Netzabdeckung siehe hier.

Ein Vorteil von Globalstar besteht darin, dass Kunden von Telekom und Vodafone in vielen Ländern Satelliten-Roaming über das Netz von Globalstar nutzen können, indem sie ihre SIM-Karte in ein kompatibles Dual-Mode-Telefon für GSM- und Satelliten-Telefonie einsetzen. Ein Vertrag oder eine Prepaidkarte von Globalstar sind in diesem Fall nicht notwendig.

Logo InmarsatInmarsat

Inmarsat (International Maritime Satellite Organization) ist ein britisches Unternehmen, das neben kommerziellen Diensten zur satellitengestützten Telefonie und Datenübertragung (Internetanbindung, Fax, Telexdiensten etc.) auch Seenotkommunikationsdienste (GMDSS) anbietet.

Der größte Vorteil von Inmarsat besteht in der großen Nachfrage durch die Schifffahrt. Daher steht der Betreiber finanziell auf relativ sicheren Beinen und es sind auch zukünftig kaum Engpässe in der Finanzierung zu befürchten. Die Gesprächs- und Datenübertragung für Flugzeuge stellt ebenfalls ein wichtiges Standbein dar. Die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Inmarsat gilt als hoch.

Abdeckung von Inmarsat
Bild: Abdeckung von Inmarsat

Die Erdoberfläche wird mit Ausnahme der Polkappen vollständig abgedeckt (Info zur Abdeckung von Inmarsat siehe hier).

Logo Cospas-SarsatCOSPAS-SARSAT

COSPAS-SARSAT ist ein internationales, satellitengestütztes Such- und Rettungssystem zur Erfassung und Lokalisierung von Notfunkbaken – EPIRB (Emergency Position Indicating Radio Beacon) für Schiffe, ELT (Emergency Locator Transmitter) für Luftfahrzeugen und PLB (Personal Locator Beacon) für die persönliche Verwendung.

Das COSPAS-SARSAT-System besteht aus mehreren Satelliten, die Notrufsignale auf der internationalen Notfunkfrequenz 406 MHz empfangen. Die Signale werden von den Satelliten an regional zuständige SPOC (SAR Point of Contact) und weiter an die zuständigen Rescue Coordination Center (RCC, Rettungsleitstelle) geleitet.

Funktionsweise COSPAS-SARSAT
Bild: Funktionsprinzip von COSPAS-SARSAT

Globale Navigationssatellitensysteme

Globale Navigationssatellitensysteme dienen der eigenen Positionsbestimmung. Es sind mehrere konkurrierende globale Navigationssatellitensysteme (englisch Global Navigation Satellite System, abgekürzt GNSS) im Einsatz:

  • NAVSTAR GPS (Global Positioning System) der USA
  • GLONASS (Global Navigation Satellite System) der Russischen Föderation
  • Galileo der Europäischen Union
  • Beidou der Volksrepublik China

Das amerikanische NAVSTAR und das russische GLONASS werden zur Zeit am häufigsten in handelsüblichen Geräten verwendet. Galileo und Beidou sind noch im Aufbau begriffen.

Die globalen Navigationssatellitensysteme übertragen per Funkcodes ihre genaue Position und Uhrzeit an GPS-Empfänger. Zur Positionsbestimmung muss ein Empfänger die Signale von mindestens vier Satelliten gleichzeitig empfangen.

Notrufzentralen

GEOS ist ein International Emergency Rescue Coordination Center (IERCC), ein privates internationales Notrufzentrum. Die Leitstelle ist 24x7 besetzt (24 Stunden an sieben Tagen in der Woche). GEOS steht weltweit mit Notfalldiensten in Verbindung und organisiert im Bedarfsfall lokale Rettungsdienste.

Sobald eine Notrufnachricht bei GEOS eingeht, benachrichtigt das IERCC eventuell hinterlegte Notfallkontakte und stellt durch Rückfrage bei den hinterlegten Kontaktadressen sicher, dass es sich nicht um einen falschen Alarm handelt. Dann werden örtliche Rettungsdienste lokalisiert und benachrichtigt, und die Kommunikation wird aufrecht gehalten, einschließlich der Weitergabe eines veränderten Standorts, falls notwendig.

Der Abschluss einer Notfallversicherung wird dringend empfohlen, um sich vor den ggf. hohen Kosten der Rettungsmaßnahme zu schützen. GEOS bietet eine eigene Notfallversicherung an. Siehe auch Informationen von SPOT zu GEOS.

Bei Notrufen über COSPAS-SARSAT wird das Signal an staatliche Leitstellen (RCC, siehe oben unter COSPAS-SARSAT) gesendet, die eine Rettungsmaßnahme veranlassen.

Endgeräte

Bei den Endgeräten können hinsichtlich ihres grundlegenden Funktionsumfangs folgende Typen unterschieden werden:

  • reines Notfunkgerät (EPIRS)
  • Kombination aus Notrufgerät und GPS-Gerät
  • Kombination aus Notrufgerät, GPS-Gerät und Textkommunikation
  • Satellitentelefonie (Sprachkommunikation) mit Notrufunktionen

Am Ende dieser Seite werden die von uns betrachteten Geräte hinsichtlich ihres grundlegenden Funktionsumfanges in einer Übersichtstabelle eingeordnet.

Analysierte Geräte

Wir betrachten auf dieser Seite folgende gängige Geräte zur Satelliten- und Notrufkommunikation:

Warum fehlt Delorme in der Auflistung? Delorme wurde im Jahr 2016 von Garmin aufgekauft und man kann von Delorne nur noch Auslaufmodelle erwerben. Daher haben wir die Originalgeräte von Delorme auf dieser Seite nicht weiter betrachtet. Garmin hat die Technik von Delorne in die Gehäuseform seines GPS Map 64 integriert und die Funktionalität erweitert.

Satellitentelefonie ist ein ziemlich teures Vergnügen. In der Regel ist sie für den privaten Anwender zu kostenintensiv. Trotzdem erscheint es uns sinnvoll, exemplarisch den Funktionsumfang des IsatPhone 2 zu Vergleichszwecken aufzunehmen.

In einer umfangreichen Vergleichstabelle am Ende der Seite haben wir den Funktionsumfang der Geräte dargestellt. In der nachfolgenden Kurzbeschreibung der Geräte werden nur die Gerätemerkmale erläutert, die in der Vergleichstabelle nicht selbsterklärend sind.

Notfunkbaken (EPIRS) oder Personal Locator Beacons (PLB)

Für alle, die ausschließlich ein reines, möglichst simples und kostengünstiges Notrufgerät benötigen, sei der Blick auf die sogenannten "Funkbaken zur Kennzeichnung der Notposition" gelenkt. Im Englischen werden sie als Emergency Position Indicating Radiobeacon Station (EPIRS oder EPIRB) oder Personal Locator Beacons (PLB) bezeichnet. Notfunkbaken werden insbesondere in Schiffen eingesetzt, es gibt jedoch auch kleine Handgeräte für Wanderer und Radfahrer.

Notfunkbaken sind für den Empfang des Notrufs durch Satelliten konstruiert. Nach der Auslösung sendet die Bake ein Alarmierungssignal auf einer oder mehreren standardisierten Notfrequenzen, heutzutage in der Regel auf 406 MHz. Über einen eingebauten GPS-Empfänger kennen die Notfunkbaken ihren eigenen Standort und können ihn mit dem Alarmsignal versenden.

Dieses Notsignal wird von Satelliten des COSPAS-SARSAT-Systems empfangen und an eine meist unbemannte Bodenstation weitergeleitet. Von dort aus gelangt es in eine Rettungsleitstelle. Diese wertet das Signal aus und leitet gegebenenfalls Maßnahmen zur Suche und Rettung ein.

Die Notfunkbaken senden einen speziellen geräteindividuellen Code, mit welchem ihre Besitzer über Datenregister direkt identifizierbar sind. Zu diesem Zweck müssen die Besitzer der Geräte sich in den zuständigen nationalen Organisationen zwingend registrieren. Die Registrierung muss in dem Land erfolgen, in dem der Besitzer seinen Wohnort hat. In einigen Ländern wird hierfür eine Gebühr gefordert, es können sogar monatliche Gebühren für die Frequenznutzung anfallen.

In Deutschland ist für die Registrierung die Bundesnetzagentur zuständig, die Registrierung auf Personen ist hier allerdings nicht möglich. Daher leitet die Bundesnetzagentur personenbezogene Anträge nach England weiter.

Zusätzlich zum Alarmierungssignal senden die Notfunkbaken meist noch ein Peilsignal auf 121,5 MHz aus, das das Einpeilen durch die Rettungsteams auf die Notposition ermöglicht (auch homing genannt).

Alle über COSPAS-SARSAT arbeitenden Notfunkbaken werden von COSPAS-SARSAT zertifiziert. Damit wird sichergestellt, dass ihre Funktionssicherheit gewährleistet ist.

ACR ResQLink+ PLB und ACR ResQLink PLB

ACR ResQLink+ PLB und ACR ResQLink PLB von ACR Electronics gehören in die Geräteklasse der Notfunkbaken bzw. PLBs. Dem entsprechend besteht die Funktionalität beider Geräte nur aus einer Notruftaste, bei deren Drücken ein Notrufsignal über die Satellitenfrequenz 406 MHz an das COSPAS-SARSAT-System gesendet wird. Mit dem Signal wird eine Standortinformation übertragen, die das ResQLink über einen integrierten GPS-Empfänger ermittelt. Ein eingebauter LED Blitz sorgt im Alarmfall, insbesondere bei Nacht, für zusätzliche Aufmerksamkeit. Beide Geräte haben die gleiche Funktionalität, das ResQLink+ ist zusätzlich noch schwimmfähig.

Zusätzlich zum Alarmierungssignal sendet das ACR ResQLink noch ein Peilsignal auf 121,5 MHz aus, das das Einpeilen des Gerätestandortes durch ein Rettungsteam auf die Notposition ermöglicht (auch homing genannt).

Die Besitzer der Geräte müssen sich einmalig mittels eines von ACR online bereitgestellten Formblatts bei der national zuständigen Behörde (im Formblatt bereits angegeben) registrieren. Über die Registrierung erhalten die nationalen Rettungsleitstellen die Unique Identifier Number (UIN) des Gerätes, die persönlichen Daten des Besitzers und persönliche Kontaktadressen für den Notfall. Mittels der vom Gerät über das Alarmsignal übertragenen UIN können die Rettungsleitstellen eine Zuordnung zum Besitzer und den hinterlegten Kontaktadressen vornehmen.

Über farbige LED-Lampen signalisiert das ResQLink bei Auslösen des Alarms, ob mit dem Notruf auch die Standortinformation gesendet wird. Falls das Gerät am Standort keinen Satellitenempfang hat, kann natürlich keine Standortinformation übertragen werden. Aber für diesen Fall wird ja noch das Homing Signal auf 121,5 MHz versendet.

Zwei eingebaute Testmöglichkeiten ermöglichen eine Funktionsprüfung des Gerätes.

Im ResQLink ist eine Batterie fest eingebaut. Da das ResQLink nur Energie beim Drücken der Nottaste benötigt, muss die eingebaute Batterie nur alle sechs Jahre gewechselt werden. Im Unterschied zu Geräten, die mehr als nur eine Notruffunktionalität bieten, kann die Batterie beim ResQLink nicht durch anderweitige Funktionen entladen werden und im Notfall leer sein. Allerdings benötigt der eingebaute Funktionstest viel Batterieenergie, nach ca. fünf Tests ist die Batterie leer! Daher sollte der Funktionstest nur sehr sparsam durchgeführt werden.

Wenn die Nottaste gedrückt wird, funkt das Gerät so lange bis die Batterie leer ist. Das sind mindestens 24 Stunden. Nach einem Notfall muss folglich immer die Batterie gewechselt werden.

Es ist nicht vorgesehen, dass die fest eingebaute Batterie durch den Besitzer des Gerätes gewechselt wird.

Weitere Details siehe Vergleichstabelle.

rescueME PLB1 von Ocean Signal 

Die englische Firma Ocean Signal hat sich auf marine Kommunikationssysteme spezialisiert. Sie vertreibt die handliche Notfunkbake rescueME PLB1. Der Funktionsumfang ist identisch mit ACR ResQLink PLB. Weitere Details siehe Vergleichstabelle.

Garmin inReach

Die amerikanische Firma Garmin ist auf GPS-Empfänger und zugehöriges Kartenmaterial spezialisiert. Im Jahr 2016 übernahm Garmin die amerikanische Firma deLorme und deren Notfunkgeräte. Garmin hat die Technik von deLorme in die Gehäuse seiner GPSMap-Geräte eingebaut und vertreibt sie unter dem Namen inReach. Seit Mitte 2019 hat Garmin seine Geräteserie GPSMAP um das Modell 66i erweitert. Dieses Modell vereinigt das professionelle GPS-Gerät aus der Linie GPSMAP mit den Notfunk-Eigenschaften des inReach. Allerdings ist das Gerät für ein Handgerät auch sehr groß. Wir haben uns stattdessen zusätzlich zu unserem GPSMap für die Navigation das inReach Mini als Notfunkgerät angeschafft. Vorteile: 1. Wir müssen das inReach Mini nur auf den Touren mitnehmen, die ein Notfunkgerät erfordern. 2. Mit den getrennten Geräten sind die Akkus für GPS und Notfunk entkoppelt. Im Notfall ist sichergestellt, dass wir ein Notfunkgerät mit einem funktionsfähigen Akku haben.

Mit dem inReach Mini steht von Garmin ein interessantes, konsequent auf Notfunk und bidirektionale Kommunikation fokussiertes Gerät zur Verfügung. Es ist leicht und klein. Zudem kann es mit einem Smartphone kommunizieren und den eigenen Standort an das Smartphone übertragen. Auf dem Smartphone können Nachrichten geschrieben und über das angebundene inReach Mini per Satellit versendet werden. Mittels der Earthmate App auf dem Smartphone ist sogar eine Orientierung möglich.

Im Unterschied zu den PLBs nutzt Garmin mit inReach das weltweit empfangbare Satellitenkommunikationssystem Iridium. Daher ist für die Kommunikation von und mit einem inReach-Gerät ein Kommunikations-Abonnement Voraussetzung. Abonnements werden von Garmin und ProteGear in unterschiedlichsten Staffelungen angeboten. Die Kosten sind zeitlich und hinsichtlich der kommunizierten Datenmengen gestaffelt. Bestandteil des Abonnements sind die Dienstleistungen der privaten amerikanischen Notrufzentrale GEOS.

Mit der kostenlosen Earthmate App von Garmin können Funktionen des inReach auf einem Smartphone genutzt werden. Zu diesem Zweck wird das inReach über Bluetooth mit einem Smarphone gekoppelt. Vorteile der Earthmate App sind der größere Bildschirm des Smartphone und die einfachere Bedienung der Funktionen via Touchscreen (inReach besitzt keinen Touchscreen).

InReach-Geräte mit GPS-Funktionalität: Es ist leider ziemlich umständlich, Daten auf das inReach-Gerät zu transferieren. Zunächst müssen die Daten im inReach Online-Account vorliegen und anschließend per Synchronisation mit dem Programm “inReach Sync” (für Windows und Mac-Rechner via USB) oder über die Earthmate App (via Bluetooth) auf das inReach Gerät gebracht werden. Es ist nicht möglich, Daten aus einem Notebook oder Smartphone unter Umgehen des Online-Accounts auf ein inReach-Gerät zu transferieren. Die zu importierenden Dateien dürfen maximal 500 Punkte umfassen, was eine sehr starke Einschränkung darstellt.

Es lassen sich Nachrichtenvorlagen erstellen, die später ohne große Tipparbeit über das Gerät versendet werden können. Nachrichtenvorlagen müssen im Portal garmin.inreach.com erstellt und auf das Gerät transferiert werden.

Zur Navigation bietet der inReach Explorer+ folgende Funktionen:

  • Anzeigen von Karten
  • Anzeigen von Routen und Wegpunkten in Karten
  • Anlegen und Ändern von Wegpunkten
  • Sortieren der Wegpunkte nach Distanz, Name, Symbol, Datum
  • Luftlinien-Navigation zu einem Wegpunkt aus der Liste
  • Luftlinien-Navigation zu einem beliebigen Punkt auf der Karte
  • Luftlinien-Navigation zu einzelnen Punkten aus dem Protokoll (z.B. beim Versenden einer Nachricht gespeicherter Standort)
  • Navigation mittels Routen
  • Kompass mit Richtungs- und Peilungszeiger
  • Alarm bei Zielankunft

Garmin inReach SE zeigt keine Karten an.

Eine Route ist definiert als eine Reihe von Wegpunkten, die zu einem Ziel führen. Routen können auf das inReach-Gerät nur über den Online Account geladen werden. Als Zwischenstation fungiert immer ein Windows- oder Apple-Rechner oder ein Smartphone (Android oder iOS). Routen können im Format gpx, kml, kmz vorliegen. Routen werden auf den Karten im inReach farbig dargestellt.

Wegpunkte sind Positionen, die mit dem Gerät aufgezeichnet und gespeichert werden. Wegpunkte sind Orte, an denen man sich gerade befindet, zu denen man sich bewegt oder an denen man sich aufgehalten hat. Wegpunkte können im Gerät erstellt und bearbeitet werden.

Die Anzahl der im Gerät speicherbaren Routen und Wegpunkte ist sehr begrenzt und sehr viel geringer als bei den GPS-Geräten von Garmin (z.B. GPSMAP 64). Wer mit Routen und Waypoints arbeitet, wird bei den inReach-Geräten sehr schnell an Grenzen stoßen und ein separates GPS mitnehmen müssen, was ja eigentlich nicht Sinn dieses Kombigerätes ist. Daten zur Größe von Routen und Wegpunkten sind in der Vergleichstabelle aufgeführt.

InReach SE und inReach Explorer+ können wir nicht empfehlen. Durch die Bereitstellung des inReach Mini und eines GPSMap mit integriertem Notfunk sind diese beiden Geräte eigentlich sinnlos geworden.

MapShare ist eine von Garmin bereitgestellt Webseite, die es anderen Personen ermöglicht, die aktuelle Position und die zurück gelegte Strecke des Gerätes auf einer Karte zu sehen. Zu diesem Zweck muss das Tracking im inReach aktiviert sein und die Trackingpunkte vom Geräte an die MapShare-Seite übertragen werden. Mit MapShare ist es anderen Personen möglich, in Echtzeit der Strecke zu folgen und Nachrichten an inReach zu senden. Es gibt nur eine MapShare-Seite pro Account.

Über den inReach Account von Garmin werden folgende Administrationen getätigt:

  • Gerät aktivieren
  • Abonnement auswählen
  • Zusatzfunktionen für Abo buchen
  • Abrechnungsinformationen anzeigen
  • Notfallkontakte hinterlegen
  • Kontaktpersonen anlegen
  • User anlegen und den Geräten zuweisen
  • eine MapShare Seite verwalten (Passwortschutz oder öffentlich, Sichtbarkeit von Daten, Verknüpfung mit einem Facebook- bzw. Twitter-Account)
  • Nachrichtenvorlagen und Sofortnachrichten verwalten
  • Statistiken abrufen (z.B. Anzahl an Nachrichten)
  • alle Nachrichten einsehen und löschen
  • eine Kartenseite zum Verwalten aller Aufzeichnungen
  • Importieren / Exportieren von Daten
  • Planung einer Route
  • Anlegen von Wegpunkten

Es ist Sache des Benutzers sicherzustellen, dass der Akku so sparsam genutzt wird, dass im Notfall noch genügend Energie für einen Notruf verfügbar ist.

 

Weitere Details siehe Vergleichstabelle.

ProteGear A*LIVE

Ab Frühjahr 2018 vermarktet ProteGear das Geräte A*LIVE als Eigenentwicklung (deutsche Seite, englische Seite).

A*LIVEDas kompakte Geräte kann sowohl über Satellit als auch über Mobilfunknetze kommunizieren. Bei Verfügbarkeit beider Netze wählt es die kostengünstigere Verbindung aus. Es unterstützt eine bidirektionale Kommunikation, benötigt zum Eingeben und Anzeigen von Nachrichten jedoch ein per Bluetooth 5 gekoppeltes Smartphone. A*LIVE bietet eine Notruftaste, die den Notruf entweder über Satellit an GEOS IERCC oder bei Verfügbarkeit von Mobilfunk an eine 112/911 Rettungs-Leitstelle sendet.

Da ein sinnvoller Betrieb nur in Kombination mit einem Smartphone möglich ist, erschließt sich uns nicht, warum A*LIVE eine direkte Mobilfunkanbindung unterstützt.

Darüber hinaus kann ein Tracking des Standortes über Satellit oder Mobilfunk aktiviert werden. Der Standort wird per Facebook, Twitter oder in einer persönlichen Webseite dargestellt.

Spot Gen3

Spot Gen3 ist ein satellitengestütztes Notrufgerät, mit dem einfache, vordefinierte Nachrichten und Positionsdaten über die Kommunikationssatelliten von Globalstar übertragen werden. Das System wird von der US-amerikanischen Firma SPOT Cooperation aus Virginia angeboten. SPOT ist ein Tochterunternehmen des Satellitenbetreibers Globalstar.

Das Gerät benötigt für die Satellitenkommunikation eine freie Sicht auf den Himmel. Die Oberseite des Gerätes muss in Richtung Himmel zeigen, bei einer anderen Ausrichtung hat es keinen Empfang! Eine Verwendung im Haus, in Höhlen oder im dichten Wald ist nicht möglich.

Spot Gen3 ermöglicht nur den Versand vorformulierter Nachrichten. Am Gerät können keine individuellen Nachrichten erfasst werden. Vorformulierte Nachrichten müssen vorab über den Administrations-Account erfasst werden und können dann unterwegs im Bedarfsfall durch Drücken unterschiedlicher Knöpfe versendet werden. Es gibt am Gerät vier Knöpfe mit denen mithin vier verschiedene Nachrichten versendet werden können. Bei allen Nachrichten wird an den Empfänger eine Standortinformation übertragen.

Es werden folgende Nachrichtenarten unterschieden:

  • SOS-Nachricht. Über den SOS-Button wird ein Signal an die internationale GEOS-Leitstelle gesendet, die eine Rettungsaktion startet. Der Knopf ist durch eine Gummilasche geschützt, um ein versehentliches Auslösen zu vermeiden. Es ist möglich, die SOS-Nachricht durch Senden einer Widerrufsnachricht zu widerrufen. Es kann im Admininstrations-Account ein Text hinterlegt werden, der die Rettungsleitstelle über Einzelheiten der aktuellen Reise informiert, und so eine zielgerichtete Rettungsaktion ermöglicht.
  • Hilfe-Nachricht. Einer Hilfe-Nachricht werden im Admin-Account Telefonnummern und email-Adressen zugeordnet. Ein individuell im Admin-Account vorformulierter Nachrichtentext wird an die hinterlegten Kontakte versendet, wenn der Hilfe-Button am Geräte gedrückt wird. Es ist möglich, die Hilfe-Nachricht durch Senden einer Widerrufsnachricht zu widerrufen. Alternativ können bei entsprechender Konfiguration die Hilfenachrichten auch professionelle Pannendienste etc. gesendet werden.
  • Individuelle-Nachricht. Im Admin-Account werden der individuellen Nachricht Telefonnummern und email-Adressen zugeordnet. Ein individuell im Admin-Account vorformulierter Nachrichtentext wird an die hinterlegten Kontakte versendet, wenn der Button für individuelle Nachrichten am Gerät gedrückt wird. Auch diese Nachricht kann widerrufen werden, wenn sie versehentlich versendet wurde.
  • OK-Nachricht. Im Admin-Account werden der OK-Nachricht Telefonnummern und email-Adressen zugeordnet. Ein individuell im Admin-Account vorformulierter Nachrichtentext wird an die hinterlegten Kontakte versendet, wenn der Button für OK-Nachrichten am Gerät gedrückt wird. Auch diese Nachricht kann widerrufen werden, wenn sie versehentlich versendet wurde.

Für jedes Gerät kann im Admin-Account nur ein Nachrichtentext je Nachrichtentyp hinterlegt werden. Für jeden Nachrichtentyp können unterschiedliche Kontakte hinterlegt werden.

Eine bidirektionale Kommunikation wird nicht unterstützt, ein Empfang von Nachrichten ist also nicht möglich.

Der Nachrichtenversand inklusive Nutzung des Notrufes erfordert ein Abonnement. Es können nur Jahres-Abos abgeschlossen werden.

Die Administration des Spot Gen3 erfolgt über das Webportal findmespot.com

Zusätzlich zum Kommunikationsdienst kann über SPOT bei GEOS eine Notfallversicherung abgeschlossen werden.

Es ist Sache des Benutzers sicherzustellen, dass der Akku so sparsam genutzt wird, dass im Notfall noch genügend Energie für einen Notruf verfügbar ist.

SPOT ermöglicht ein Tracking des Standortes bzw. der zurückgelegten Strecke in vordefinierbaren Zeitintervallen. Die Trackpunkte können quasi live in einer Karte auf Basis Google Maps dargestellt werden. Sie kann mit Passwort geschützt oder frei zugänglich geschaltet werden. Allerdings werden in der Karte immer nur die Trackpunkte der letzten 30 Tage angezeigt. Im Online-Account ist die Speicherdauer der Trackpunkte ebenfalls auf 30 Tage begrenzt. Wer das umgehen möchte, muss die Trackpunkte rechtzeitig downloaden oder in eine sogenannte Adventure-Seite verschieben. Persönliche Adventure-Seiten sind ein Angebot von SPOT, über die Reise mit Text, Bildern und dem Track der Reise für die Allgemeinheit zu berichten. Allerdings muss die Übertragung der Trackpunkte in die Adventure-Seite manuell angestoßen werden, sie kann nicht automatisiert werden. Hier findet ihr eine Übersicht aller Adventures.

Weitere Details siehe Vergleichstabelle.

Spot X

Spot XMit dem Spot X bietet Spot nun auch eine Zweiwegekommunikation an. Damit ist auch eine eigene Mobilfunknummer verfügbar, über die Nachrichten empfangen und gesendet werden können. Nachrichten können an jede beliebige Mobiltelefonnummer oder email-Adresse versendet werden.

Über die Spot X App ist eine Kommunikation mit einem Mobiltelefon via Bluetooth möglich.

Die Zweiwegekommunikation ist allerdings in einem deutlich kleineren Gebiet als die Einwegekommunikation verfügbar.

Weitere Details siehe Vergleichstabelle.

Satellitentelefonie

Die Endgeräte für Satellitentelefonie sind jeweils fest an ein Satellitenkommunikationssysteme und dessen Betreiber gekoppelt. Satellitentelefone können nicht mit Satellitenkommunikationssystemen unterschiedlicher Betreiber verwendet werden. Mit dem Kauf eines Endgerätes ist damit auch die Auswahl eines Satellitenkommunikationssystems erfolgt. Daher sollten unbedingt vor der Auswahl des Endgerätes die Leistungsfähigkeit des Satellitenkommunikationssystems und die Preise der Betreiber verglichen werden. Umfangreiche Informationen über Satellitentelefonie und ihre Kosten stellt expeditionstechnik.de bereit. Über den Shop können auch die Geräte, Zubehör sowie Prepaid- und Postpaidkarten erworben werden.

Die meisten Satellitentelefone verfügen über eine spezielle Notruftaste. Es muss jedoch eine Notrufnummer vom Benutzer der Taste zugeordnet werden. Das kann z.B. die nationale Notrufnummer des Landes sein, in dem sich der Benutzer gerade befindet. Ein Notruf ist kostenfrei, es wird mithin kein Budget auf der SIM-Karte benötigt.

Satellitentelefonie ist wesentlich teurer als reine Notruf- und Textkommunikationsgeräte. Dies betrifft sowohl die Anschaffung des Gerätes als auch die Kommunikationskosten.

Noch einigermaßen kostengünstig sind Anschaffung und Betrieb des Satellitentelefons "Iridium GO!", es ist aber trotzdem wesentlich teurer als Garmin inReach oder SPOT Gen3. Das "Iridium GO!" hat im Vergleich zu anderen Satellitentelefonen einen günstigeren Anschaffungspreis, da es sich nur um einen Kommunikationshub in Form eines kleinen Gerätes handelt, das zwischen dem eigenen Smartphone und dem Iridium-Netz geschaltet ist. Für das "Iridium GO!" werden von Iridium spezielle Pre- und Postpaidkarten mit günstigeren Tarifen angeboten.

Es ist Sache des Benutzers sicherzustellen, dass der Akku so sparsam genutzt wird, dass im Notfall noch genügend Energie für einen Notruf verfügbar ist.

In der Vergleichstabelle haben wir das IsatPhone 2 von Inmarsat aufgenommen und ermöglichen anhand dieses Beispiels den Funktionsumfang der verschiedenen Gerätetypen zu vergleichen.

Basisfunktionen der Geräte

Anhand der von euch benötigten Basisfunktionen könnt ihr mit Hilfe der folgenden Tabelle eine erste Eingrenzung der Geräte vornehmen.

Funktion ACR ResQLink+ PLB
ACR ResQLink PLB
(Modell PLB-375)
rescueME PLB1 Garmin
inReach
Explorer+

Garmin
inReach
Se+
Garmin
inReach
Mini
ProteGear A*LIVE SPOT Gen3 SPOT X Sat.-Telefon
z.B. IsatPhone 2
Notruf ja ja ja ja ja ja ja (ja)
Textkommunikation nein nein ja ja ja 1) (ja) ja ja
Sprachkommunikation nein nein nein nein nein nein nein ja
GPS-Funktionalität
(Karte und Navigation im Gerät)
nein nein (ja) nein nein nein nein nein

1) Texteingabe und -anzeige nur per Smartphone über Bluetooth-Verbindung

Angaben in Klammern weisen auf eingeschränkten Funktionsumfang hin. Details siehe nachfolgende Tabelle.

Detaillierter Funktionsvergleich der Geräte

Gehäuse und Schnittstellen

Eigenschaften ACR ResQLink+ PLB
ACR ResQLink PLB
(Modell PLB-375)
rescueME PLB1 Garmin GPSMAP 66i Garmin
inReach
Explorer+

Garmin
inReach
Se+
Garmin
inReach
Mini
ProteGear A*LIVE SPOT Gen3 SPOT X Sat-Telefon
IsatPhone 2
Gewicht inkl. Batterien oder Akkus in Gramm 153 116 241 213 100 200 114 198 318
Abmessungen in cm 4,1 x 4,8 x 11,4 7,7 x 5,1 x 3,3 6,6 x 16,3 x 3,5 6,8 x 16,4 x 3,8 5,17 x 9,9 x 2,61 12 x 8 x 4 8,7 x 6,5 x 2,5 16,6 x 7,4 x 2,4 16,9 x 7,5 x 3,6
Volumen in Kubikzentimeter 224 130 377 423 134 384 141 295 456
Stromversorgung Lithium Batterie Lithium Batterie Lithium-Ionen-Akku - Inte­grierter Lithium-Ionen-Akku, nicht wechselbar
- USB-Anschluss zum Laden
- Inte­grierter Lithium-Ionen-Akku, nicht wechselbar
- USB-Anschluss zum Laden
- Inte­grierter Akku und
- separate Power­bank zum kabel­losen Laden des inte­grierten Akkus
- 4 AAA Batterien oder
- 4 AAA NiMH Akkus, wechsel­bar
- USB-Anschluss für eine externe Energie-Quelle (nicht zum Laden)
Lithium-Akku - Lithium-Ionen Akku
- USB-Anschluss
Akku- bzw. Batterielaufzeit (Herstellerangabe) - ohne Alarm: 6 Jahre
- bei Alarm: mindestens 24 h
- ohne Alarm: 7 Jahre
- bei Alarm: ca. 24 h
Bis zu 35 Stunden bei 10 Minuten Tracking-Intervall; bis zu 200 Stunden bei 30-Minuten Tracking-Intervall (Energie-Sparmodus) - bis zu 75 Stunden bei 10 Min. Tracking-Sendeintervall + 1 Sek. Protokoll-Intervall
- bis zu 100 Stunden bei 10 Min. Tracking-Sendeintervall + 1 Min. Protokollintervall
- bis zu 30 Tage im Modus für langes Tracking + 30 Min. Protokollintervall
- bis zu 3 Jahre ausgeschaltet
- bis zu 50 Stunden bei 10 Min. Tracking + 5 Min. Protokoll-Intervall
- bis zu 30 Stunden bei 1 Min. Tracking + 1 Sek. Protokoll-Intervall
- bis zu 20 Tage im Energie-Sparmodus bei 30 Min. Tracking
- bis zu 1 Jahr ausgeschaltet
ca. 100 h Lauf­zeit mit einer Ladung bei Standard-Tracking (1 min GSM/5 min Iridium / Pause­modus) - 1250 Nach­richten mit einem Satz Batte­rien
- 156 Tage bei 8 h Tracking pro Tag, Tracking-Intervall 60 Min. bei klarem Himmel (58 Tage bei 50% bedeck­tem Himmel)
- 45 Tage bei 8 h Tracking pro Tag, Tracking-Intervall 10 Min. bei klarem Himmel (22,5 Tage bei 50% bedeck­tem Himmel)
240 Stunden bei 10 Minuten Tracking-Intervall - Sprechzeit 8 Stunden
- Standby 160 Stunden
Betriebstemperatur -20° bis +55°C -20° bis +55°C   -20° bis +60°C -20° bis +60°C   -30° bis +60°C -20° bis +60°C -20° bis +55°C
Wasserfestigkeit 1 Stunde bis 5 Meter Tiefe
10 Minuten bis 10 Meter Tiefe
15 Meter bei 20°C IPX7 IPX7
30 Min. bis 1 Meter Tiefe
IPX7
30 Min. bis 1 Meter Tiefe
IP67/IP68 staubdicht, wasser­dicht gegen zeit­weiliges Unter­tauchen IPX7
30 Min. bis 1 Meter Tiefe 
IP67
30 Min. bis 1 Meter Tiefe 
IP65
staubdicht und Schutz gegen Strahlwasser
Bildschirm nein nein ja 3,8 x 6,3 cm; 7,6 cm Diagonale (3 Zoll), 240 x 400 Pixel, TFT-Farbdisplay TFT-Farbdisplay, 2.31",
200 x 265 Pixel
0.9" x 0.9" (23 mm x 23 mm), 128 x 128 Pixel nein nein ja ja, High contrast colour screen
Touch Screen nein nein nein nein nein nein nein nein nein
Schnittstellen nein nein Highspeed-USB und NMEA 0183 kompatibel Micro-USB, Bluetooth USB, Bluetooth Bluetooth 5 Micro-USB nur zum Anschluss einer Power­bank und zur Konfigu­ration Micro-USB zum Laden des Akkus Micro-USB, Bluetooth
Software Updates nein nein   über Internet über Internet   Firmware Updates über USB-Eingang Firmware Updates über USB-Eingang keine Angabe
Administrations-Oberfläche nein nein   über Internet und im Gerät über Internet und im Gerät über App auf Smart­phone über Internet   keine

Abonnement für Kommunikationsleistungen

Eigenschaften ACR ResQLink+ PLB
ACR ResQLink PLB
(Modell PLB-375)
rescueME PLB1 Garmin GPSMAP 66i Garmin
inReach
Explorer+

Garmin
inReach
Se+
Garmin
inReach
Mini
ProteGear A*LIVE SPOT Gen3 SPOT X Sat-Telefon
IsatPhone 2
Satelliten-Kommunikations-System COSPAS-SARSAT COSPAS-SARSAT Iridium Iridium Iridium Iridium Globalstar  Globalstar Inmarsat 
Abdeckungsgebiet für Satelliten-Kommunikatioin weltweit weltweit weltweit weltweit weltweit weltweit leicht einge­schränkt 2-Wege-Komm. eingeschränkt ggü. SPOT Gen3 weltweit ohne Polkappen
Sonstige Kommunikations-Standards nein nein nein nein nein GSM, LTE/4G nein nein nein
Abonnement für Kommunikation erforderlich nein nein ja ja ja ja ja ja ja
Anbieter von Abonnements für die Kommunikation mit dem Gerät nicht erforderlich nicht erforderlich - Garmin
- ProteGear
- Garmin
- ProteGear
- Garmin
- ProteGear
ProteGear SPOT SPOT Inmarsat

Nachrichtenversand

Eigenschaften ACR ResQLink+ PLB
ACR ResQLink PLB
(Modell PLB-375)
rescueME PLB1 Garmin GPSMAP 66i Garmin
inReach
Explorer+

Garmin
inReach
Se+
Garmin
inReach
Mini
ProteGear A*LIVE SPOT Gen3 SPOT X Sat-Telefon
IsatPhone 2
Nachrichten und Notruf enthalten Information über den Standort des Gerätes ja ja ja ja ja ja ja ja nein, bei Notruf unklar
SMS-Versand nein nein ja ja ja ja 2) ja 3) ja ja
SMS-Empfang nein nein ja ja ja ja 2) nein ja ja
Mail-Versand nein nein ja ja ja ja 2) ja 3) ja ja
Mail-Empfang nein nein ja ja 1) ja ja 2) nein ja nein, nur Web-Messages
Nachrichten an andere Endgeräte desselben Herstellers nein nein ja ja ja nein nein nein nein
Intervall für Nachrichtenabruf über Satellit einstellbar nein nein ja Standard: 10 Minuten, einstellbar ? ? nein ? unklar
Nachrichten auf Facebook veröffentlichen nein nein ja ja ja ? ja (nur OK-Nach­richten) ja nein
Nachrichten auf Twitter veröffentlichen nein nein ja ja ja ? ja (nur OK-Nach­richten) ja nein
Nachrichten auf Webseite veröffent­lichen nein nein ja, auf MapShare®-Portal ja, auf MapShare®-Portal ja, auf MapShare®-Portal ? ja ? nein
individuelle Nachrichten­texte am Gerät erstellen nein nein ja ja ja ja 2) nein ja ja
Nachrichten­vorlagen verwenden nein nein ja ja ja ? ja ja nein
Wetter­vorhersage abrufen nein nein für eigenen Standort, einen Wegpunkt oder GPS-Koordinaten für eigenen Standort, einen Wegpunkt oder GPS-Koordinaten für eigenen Standort, einen Wegpunkt oder GPS-Koordinaten ja 2) nein nein nein
Kopplung mit App auf Smartphone nein nein Earthmate App auf iOS und Android über Bluetooth Earthmate App auf iOS und Android über Bluetooth Earthmate App auf iOS und Android über Bluetooth ja nein ja nein
Kontakte speichern nein nein ja ja ja ? über FindMeSPOT.
com
ja ja
1) eigene email-Adresse nur bei Kommunikations-Abo über Protegear verfügbar
2) nur über per Bluetooth verbundenes Smartphone
3) nur vordefinierte Nachrichten

Notruf

Eigenschaften ACR ResQLink+ PLB
ACR ResQLink PLB
(Modell PLB-375)
rescueME PLB1 Garmin GPSMAP 66i Garmin
inReach
Explorer+

Garmin
inReach
Se+
Garmin
inReach
Mini
ProteGear A*LIVE SPOT Gen3 SPOT X Sat-Telefon
IsatPhone 2
Notruftaste ja ja ja ja ja ja ja ja ja
internationale Rettungs­leitstelle Notruf geht automatisch an ein nationales Rescue Coordination Center Notruf geht automatisch an ein nationales Rescue Coordination Center GEOS IERCC GEOS IERCC GEOS IERCC GEOS IERCC oder 112/911 Rettungs-Leitstelle (bei Verfüg­barkeit Mobilfunk) GEOS IERCC GEOS IERCC individuelle Zuordnung einer Leitstelle zur Notruftaste
Kommunikation mit Rettungs­leitstelle uni­direktional uni­direktional bi­direktional bi­direktional bi­direktional bi­direktional? uni­direktional bi­direktional bi­direktional
Versenden einer vor­definierten Notruf-Nachricht ja ja ja ja ja ? ja ja nein
Versenden einer individuellen Notruf­nachricht zum Zeitpunkt des Notfalls nein nein ja ja ja ja nein ja Sprachnachricht
Bestätigung des erfolg­reichen Versands eines Notrufes nein nein ja ja ? ja nein nein nein
Widerruf eines Notrufes Abschalten des aus­gelösten Notrufes, kein Widerruf-Signal Abschalten des aus­gelösten Notrufes, kein Widerruf-Signal ja ja ja ja ja ja ja durch Sprachnachricht
Notruf enthält Information über Standort des Gerätes ja ja ja ja ja ja ja ja unklar
Peilsender im Gerät für Rettungs­team bei Notfall ja ja nein nein nein Nahfeld­suche via Ping über Bluetooth.5, Reich­weite bis zu 200 Meter Sicht u. bis zu 40 Meter in Gebäuden nein nein nein
Hinterlegung von Kontakt­adressen für Rettungs­leitstelle für Rück­fragen bei Notruf ja ja ja ja ja ja ja ja nein

Navigations-Satelliten­system

Eigenschaften ACR ResQLink+ PLB
ACR ResQLink PLB
(Modell PLB-375)
rescueME PLB1 Garmin GPSMAP 66i Garmin
inReach
Explorer+

Garmin
inReach
Se+
Garmin
inReach
Mini
ProteGear A*LIVE SPOT Gen3 SPOT X Sat-Telefon
IsatPhone 2
Navigations-Satelliten­system NAVSTAR GPS NAVSTAR GPS NAVSTAR GPS NAVSTAR GPS NAVSTAR GPS NAVSTAR GPS NAVSTAR GPS NAVSTAR GPS nein
Genauig­keit der Standort­bestimmung 100 Meter 100 Meter 5 Meter 5 Meter ? ? 5 Meter 1) 5 Meter 1) 32 Meter
1) Wir hatten in der Praxis teilweise Messungenauigkeiten von einigen hundert Metern.

GPS- und Tracking-Funktionalität

Eigen­schaften ACR ResQLink+ PLB
ACR ResQLink PLB
(Modell PLB-375)
rescueME PLB1 Garmin GPSMAP 66i Garmin
inReach
Explorer+

Garmin
inReach
Se+
Garmin
inReach
Mini
ProteGear A*LIVE SPOT Gen3 SPOT X Sat-Telefon
IsatPhone 2
Standort­anzeige in GPS-Koordi­naten nein nein ja ja ja ? nein nein ja
Anzeige von Reise­informationen nein nein ja Reisedauer, zurück­gelegte Distanz, Zeit in Bewegung, max. u. durch­schnittl. Geschwindig­keit nein nein nein nein nein
Tracking der zurück­gelegten Strecke im Gerät anzeigen nein nein ja ja nein nein nein nein nein
Protokoll­intervall für Tracking im Gerät definierbar nein nein ja ja nein nicht relevant nein nein nein
Tracking der zurück­gelegten Strecke per Satelliten­versand nein nein ja ja ja ja ja ja als SMS an beliebige Adressen
Sende­intervall für Tracking per Satellit definierbar nein nein ja ja ja ja?
2,5, 5, 10, 30, 60 Minuten, Tracking nur wenn Gerät in Bewegung
2,5, 5, 10, 30, 60 Minuten, Tracking nur wenn Gerät in Bewegung ja
Anzeige des verbleiben­den Speicher­platzes für Tracking nein nein ja ja, inkl. Restzeit ? ? nein nein nein
Anzeige der Track­linie und Trackpunkte auf einer Webseite nein nein ja ja, Mapshare ja, Mapshare ja, Facebook, Twitter, Tripshare, private Webseite ja, GoogleMaps über FindMeSPOT.
com 4)
ja, GoogleMaps über FindMeSPOT.
com 4)
nein
Laden von Routen nein nein ja ja 3) , bei inReach SE unklar ja nein nein nein nein
Anzeige von Routen in Karten auf Gerät nein nein ja inReach Explorer: ja
inReach SE: nein
nein nein nein nein nein
Laden von Weg­punkten nein nein ja ja 3) bei inReach SE unklar nein nein nein nein nein
max. Anzahl Wegpunkte 1) nicht relevant nicht relevant 10000 ca. 250 bis 500 2) 500 nicht relevant nicht relevant nicht relevant nicht relevant
max. Anzahl Routen nicht relevant nicht relevant 250 20 Routen mit je maximal 500 Punkten 20 nicht relevant nicht relevant nicht relevant nicht relevant
Routing nein nein ja Luft­linien-Routing, bei inReach SE unklar nur über Earthmate App auf Smartphone nein nein nein nein
Karten nein nein ja inReach Explorer: nur von Garmin bereit­gestellte topo­grafische OpenStreetmap und Topo Nordamerika,
inReach SE: nein
Nutzung nur mit Earthmate App auf Smartphone nein nein nein nein
1) Unter Wegpunkten verstehen wir hier Punkte mit Koordinaten, Höhenangabe und einer Bezeichnung (z.B. "Bahnhof") , die auf das Gerät übertragen werden und in der Karte angezeigt werden können.
2) Theoretisch ist die Anzahl der speicherbaren Wegpunkte nur durch den im Geräte verfügbaren freien Speicherplatz begrenzt. In der Praxis wird das Scrollen in der Liste der Wegpunkte ab einer Größenordnung von 250 bis 500 Wegpunkten sehr langsam. Bei dem Versuch, 2000 Wegpunkte auf den inReach Account (inreach.garmin.com) zu übertragen, kamen nur 700 Wegpunkte dort an! Garmin USA nannte eine praktische Grenze von 250 Wegpunkten für das Gerät.
3) nur über inreach.garmin.com und App auf Smartphone.
4) Trackpunkte ohne Höhenangabe.

Kompass und Höhenmesser

Eigen­schaften ACR ResQLink+ PLB
ACR ResQLink PLB
(Modell PLB-375)
rescueME PLB1 Garmin GPSMAP 66i Garmin
inReach
Explorer+

Garmin
inReach
Se+
Garmin
inReach
Mini
ProteGear A*LIVE SPOT Gen3 SPOT X Sat-Telefon
IsatPhone 2
Kompass nein nein ja inReach Explorer: ja
inReach SE: nein
ja 1) nein ja nein
Anzeige der eigenen Höhe nein nein ja inReach Explorer: ja
inReach SE: nein
? 1) nein ja nein
Baro­metrischer Höhen­messer nein nein ja inReach Explorer: ja
inReach SE: nein
? ? nein ja nein
Baro­metrischer Höhen­messer manuell kalibrierbar nein nein ja inReach Explorer: ja
inReach SE: nein
? ? nein ja nein
1) wird vermutlich in der App auf Smartphone angezeigt, Kopplung Smartphone und A*LIVE per Bluetooth

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