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Radtour auf dem Eurovelo 1 durch Frankreich von Hendaye nach Roscoff

Abschnitt:

Hendaye - Messanges

Seant Jean-de-Luz
Bild: Seant Jean-de-Luz
Biarritz
Bild: Biarritz

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 96 Kilometer lange Radtour durch Frankreich von Hendaye nach Messanges. Sie ist Teil des europäischen Fernradweges Eurovelo 1 von Portugal zum Nordkap. Eine Übersicht zu allen Seiten des EV1 von Hendaye an der spanischen Grenze nach Roscoff am Ärmelkanal ist am Beginn dieser Seite dargestellt.

Auf dem EV1 von Hendaye nach Messanges

Eurovelo 1Logo Auf dieser gut ausgeschilderten Etappe auf dem Eurovelo 1 und dem streckengleichen Vélodyssée sind einige kurze Abschnitte nicht geteert.

Unser Ausgangsort Hendaye liegt unmittelbar an der französisch-spanischen Grenze, die durch den Fluss Bidasoa gebildet wird. Viel zu bieten hat Hendaye unseres Erachtens nicht. Unser Radweg beginnt an der Brücke über den Fluss Bidasoa unmittelbar an der französisch-spanischen Grenze nicht weit vom Gare de Hendaye entfernt.

Unser Eurovelo 1 führt uns ab der Brücke des breiten Flusses Bidasoa zunächst entlang dem Flussufer 4,5 Kilometer bis zum Meer. Am Plage d'Hendaye erstreckt sich der touristische Teil des Ortes mit unzähligen Appartmenthäusern und Hotels. Zwei Kilometer radeln wir entlang der Strandpromenade von Hendaye, dann beginnt eine felsige Steilküste mit dem Pointe Saint-Anne an der Spitze. Die Steilküste wird von der Straße abseits des Meeres umrundet. Hier, östlich von Hendaye, liegen einige Campingplätze, weitere Plätze gibt es östlich des Pointe Saint-Anne (siehe Streckenübersicht).

Der schöne, 30 Kilometer lange Streckenabschnitt von Hendaye nach Biarritz ist der anstrengendste der gesamten Tour bis Roscoff. Ständig geht es rauf und runter. Und auf den kleinen Nebenstraßen und den für den Verkehr gesperrten Wegen kann es mit über 10% sehr steil werden.

Auf den ersten sechs Kilometern ab dem östlichen Ortsrand von Hendaye herrscht auf der schmalen D912 überraschend viel Verkehr. Leider gibt es hier ausnahmsweise keinen Seitenstreifen. Die sehr eilig fahrenden Franzosen machen das Radeln daher ziemlich stressig. Mit Erreichen der ins Landesinnere abbiegenden D913 ist der Spuk endlich vorbei. Die Autos biegen dort zur nahen Autobahn ab.

Schlagartig lässt der Verkehr nach und wir radeln noch zwei Kilometer auf der D912 bis zu einer weiten, schönen Bucht bei dem Ort Seant Jean-de-Luz. Zu Beginn der Bucht liegt links fotogen das Fort de Socoa. Unser Eurovelo 1 umrundet halbkreisförmig die Bucht. Wir radeln mitten durch Seant Jean-de-Luz und kurbeln über den Boulevard Thiers aus der Stadt hinaus.

Auf den folgenden 17 Kilometern fahren wir oft abseits der öffentlichen Straßen über einspurige, kurvenreiche und meistens geteerte Wege. Ein kleiner Ort geht in den nächsten über. Wir befinden uns immer nahe der Küste, die hier sehr hügelig ist. Es ist ein kräftezehrender Tourenabschnitt auf den desöfteren ungemein steilen Wegen von 10% und mehr durch die westlichen Ausläufer der Pyrenäen. Immer wieder bieten sich herrliche Ausblicke von den Hügeln über die Orte und die Küste.

Die vielen Orte bis Biarritz sind aller sehr touristisch. Es gibt sehr viele Campingplätze entlang der Strecke (siehe Streckenübersicht). In den Ort Bidart geht es ohne Kurve steil hinauf ins oben auf einem Hügel schön liegende kleine Zentrum.

Das große Biarritz bietet lange Strände mit einer starken Brandung. Nördlich des Leuchtturms liegt das Zentrum. Der Eurovelo bleibt immer nahe am Meer und bietet einige schöne Ausblicke. Zwischen den beiden nördlichen und südlichen Stränden von Biarritz erstreckt sich eine kleine Steilküste mit begehbaren Klippen.

Nördlich von Biarritz folgt der Eurovelo 1 der Küstenlinie ohne dass das Meer sichtbar wird. Dieser dicht bebaute Abschnitt präsentiert sich im weiteren Verlauf ziemlich unattraktiv. Stadtauswärts von Biarritz geht es zunächst durch ein Villengebiet, dann wird es eintönig. Sechs Kilometer vor dem Zentrum von Bayonne erreichen wir die Mündung des Adour in den Atlantik. Straße und Radweg wenden sich nach Osten und folgen dem Fluss landeinwärts durch ein großes Gewerbegebiet.

Wir lassen die erste Brücke über den Adour links liegen und fahren bis zur zweiten. Der Eurovelo wechselt mit der Brücke an das nördliche Ufer des Adour. Hier solltet ihr jedoch zunächst rechts in die nahe Altstadt von Bayonne abbiegen und durch die Gassen der Altstadt schieben. Unzählige Cafés und kleine Geschäfte verteilen sich in der sehenswerten Altstadt. Die Kathedrale von Bayonne ist sogar Weltkulturerbe.

Altstadt von Bayonne
Bild: Altstadt von Bayonne
Eurovelo 1 bei Ondres
Bild: Eurovelo 1 bei Ondres
Eurovelo 1 auf alter Bahnstrecke bei Messanges
Bild: Eurovelo 1 auf alter Bahnstrecke bei Messanges
Karte zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Hendaye nach Messanges
Bild: Karte zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Hendaye nach Messanges
Hendaye mit dem Eurovelo 1 auf Stelzen über dem Fluss Bidasoa
Bild: Hendaye mit dem Eurovelo 1 auf Stelzen über dem Fluss Bidasoa
Eurovelo 1 auf der D912 zwischen Hendaye und Saint Jean-de-Luz
Bild: Eurovelo 1 auf der D912 zwischen Hendaye und Saint Jean-de-Luz
Eurovelo 1 in einem Waldgebiet nördlich von Bayonne
Bild: Eurovelo 1 in einem Waldgebiet nördlich von Bayonne
Capbreton
Bild: Capbreton
Eurovelo 1 entlang der Stranddünen von Capbreton
Bild: Eurovelo 1 entlang der Stranddünen von Capbreton
Strand nördlich von Capbreton
Bild: Strand nördlich von Capbreton

Nach Queren des Adour über den Pont Saint-Esprit biegt der Eurovelo 1 links in ein Gewerbegebiet am nördlichen Ufers des Adour ein. Fünf unschöne Kilometer entlang des Nordufers in Richtung Westen müssen bewältigt werden, dann wendet sich der Radweg nach Norden und führt im Zickzackkurs durch Boucau.

Schließlich liegen die letzten Häuser hinter uns und wir radeln vier Kilometer schön auf teils ungeteerten Radwegen durch Wald abseits der Straßen bis Ondres.

Auch nördlich von Ondres geht es weiter durch dichten Wald. Bis Capbreton ist der überwiegend abseits der Straßen geführte Radweg nun durchgehend geteert.

Durch Capbreton kurven wir mit einigen Schlenkern zu einem Sporthafen im Ortszentrum. Nördlich von Capbreton geht es unmittelbar am Meer entlang. Vom Wasser sehen wir jedoch nur etwas, wenn wir die hohen Dünen erklimmen, die uns die Sicht auf den Atlantik und die langen Sandstrände versperren. Es folgen einige Touristenorte bis sich der Radweg bei Le Penon schließlich von der Küste abwendet.

Ab Jeansous nutzt der Eurovelo 1 einen lokalen Bahnradweg, dem wir 16 Kilometer durch lichten Kiefernwald bis Léon folgen. Nach sechs Kilometern auf dem Bahnradweg liegt links des Weges unser Etappenziel Messanges. Wer nicht den Radweg verlässt um auf dem Campingplatz von Messanges zu übernachten, wird den Ort garnicht bemerken.

Die gesamte Strecke präsentiert sich ab Bayonne völlig eben und ist sehr leicht zu fahren. Überwiegend geht es durch angenehmen Schatten spendenden Kiefernwald. Entlang des Bahnradweges tritt der Wald etwas zurück und der Schatten erreicht nicht mehr das schmale Teerband. Am Wochenende herrscht auf dem Bahnradweg sehr reger Ausflugsverkehr.

Über Campingplätze entlang dieser Etappe informiert die Streckenübersicht.

Höhenprofil zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Hendaye nach Messanges
Bild: Höhenprofil zur Radtour auf dem Eurovelo 1 von Hendaye nach Messanges (Nächste Seite Nächste Seite)