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Rundfahrt Westfjorde, Island

Abschnitt:

Heydalur - Isafjörður

Straße 61 am Skötufjörður
Bild: Straße 61 am Skötufjörður
Álftafjörður
Bild: Álftafjörður
Súðavik am Álftafjörður
Bild: Súðavik am Álftafjörður
Bild: Die Stadt Isafjörður am Skutulsfjörður
Karte zur Tour von Heydalur nach Isafjörður
Bild: Karte zur Tour von Heydalur nach Isafjörður

Diese Tourenbeschreibung richtet sich an Auto-Reisende und Rad-Tourenfahrer.

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 135 Kilometer lange Tour von Heydalur nach Isafjörður. Sie ist Teil unserer Beschreibung einer Umrundung der Westfjorde Islands. Eine Übersicht zu allen Abschnitten zur Strecke ist am Beginn dieser Seite dargestellt.

Rundfahrt durch die Westfjorde Islands von Heydalur nach Isafjörður

Wir starten diesen Tourenabschnitt in Heydalur am Mjóifjörður. 135 Kilometer entlang fünf wunderschöne Fjorde liegen bis zur Stadt Isafjörður vor uns. Eine Einkaufsmöglichkeit gibt es vor Isafjörður allenfalls in Súðavik am Álftafjörður, falls sich das kleine Lebensmittelgeschäft noch länger halten kann.

Alle Fjorde müssen vollständig umrundet werden. Nur der Mjóifjörður wird an seinem Eingang von einer Brücke abgekürzt. Wer es eilig hat und nicht im Gästehaus und Campingplatz Heydalur übernachten möchte, kann die Brücke nutzen und die den Fjord umrundende Schotterpiste 633 außen vor lassen.

Zehn Kilometer sind von Heydalur auf der Piste 633 bis zur geteerten Straße 61 zu fahren. Von der 61 bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf den Gletscher Drangsjökull auf der Nordseite des breiten Isafjarðardjúp. Nur von dieser Seite des Fjordes läßt sich aus größerer Entfernung das Ausmaß des Gletschers erahnen.

Für fünfzehn Kilometer können wir bei gutem Wetter den Blick auf den Gletscher genießen, erst dann wird der nächste Fjord erreicht. Der Skötufjörður reicht mit seinen steil aus dem Meer aufragenden Bergen 18 Kilometer ins Land hinein. Aber die Berge lassen noch genügend Raum für etwas ebene Wiese am Fjordufer. Am westlichen Ausgang des Skötufjörður liegt das Café Litlibær, das unbedingt einen Stopp wert ist. Das ehemalige Torfhaus-Gehöft wurde bereits 1894 errichtet und ist inzwischen liebevoll restauriert und zu einem gemütlichen kleinen Café umgestaltet worden.

Wenige hundert Meter nach Litlibær könnt ihr am Fjord Seehunde beobachten. Es gibt einen Parkplatz mit einer Infotafel.

Es folgt der 12 Kilometer ins Land reichende schmale Hestfjörður. Eine sehr schmale Landzunge trennt ihn vom nächsten Fjord, dem Seyðisfjörður. Auf der Halbinsel zwischen Hestfjörður und Seyðisfjörður thront der 536 Meter hohe markante Berg Hestur. Die 61 kürzt hier ein wenig ab und führt uns über einen nur 45 Meter hohen Rücken vom Hestfjörður hinüber zum inneren Ende des Seyðisfjörður, dem wir dank der Abkürzung nur für 9 Kilometer an seinem Westufer folgen müssen.

Es schließt sich der 10 Kilometer tiefe Álftafjörður an. An seinem inneren Ende bietet sich eine leichte Wanderung zum

Wasserfall Valagil
an. Von einem Wanderparkplatz führt ein mit Stöcken markierter Pfad durch ein schönes Tal mit Wiese zu einer Fußgängerbrücke. Von einem Felsklotz in der Nähe der Brücke habt ihr den besten Blick auf den Valagil. Bestes Fotolicht ist um die Mittagszeit.

Wasserfall Valagil
Bild: Wasserfall Valagil

Auf der Westseite des Álftafjörður passieren wir den Ort Súðavik, die erste Ansammlung von einigen Häusern mit etwas Infrastruktur seit Hólmavik. Im Jahr 1995 wurde Súðavik teilweise von einer Lawine verschüttet, mehrere Einwohner kamen ums Leben. Seit dem ist im Winter nur noch der südliche Ortsteil bewohnt. Der steile Hang oberhalb Súðavik ist, wie in vielen Orten der Westfjorde, sehr lawinengefährdet. In kurzen Abständen stehen Schilder mit Nummern an der Straße, um im Falle eines Lawinenabgangs ihre Position für Bergungsarbeiten exakt bestimmen zu können.

Piste 633 am Mjóifjörður mit Blick auf den Drangajökull
Bild: Piste 633 am Mjóifjörður mit Blick auf den Drangajökull
Litlibær
Bild: Litlibær am Skötufjörður
Seehund am Skötufjörður bei Litlibær
Bild: Seehund am Skötufjörður bei Litlibær
Blick vom Skötufjörður über den Isafjarðardjúp
Bild: Blick vom Skötufjörður über den Isafjarðardjúp
Skutulsfjörður
Bild: Skutulsfjörður

Letzter Fjord dieser Etappe ist der 7 Kilometer ins Land reichende Skutulsfjörður. Der Ort Isafjörður liegt an der Westseite des Fjords auf einer in den Skutulsfjörður reichenden flachen Sandbank. Aus der Ferne macht Isafjörður einen viel größeren Eindruck als während einer genaueren Besichtigung. Vielleicht wird die Täuschung durch die Hafenanlagen hervorgerufen.

Am inneren Ende des Skutulsfjörður wechelt ihr zur Fortsetzung der Umrundung der Westfjorde auf die Straße 60, die vom Fjord weg in die Berge führt, während die 60 der Westseite des Skutulsfjörður als Stichstraße nach Isafjörður folgt und weiter durch einen Tunnel bis Bolungarvik führt.

Beim Abzweig der 60 liegt bereits ein großer Supermarkt. Isafjörður ist die einzige gute Möglichkeit zum Einkaufen in den Westfjorden. Das eigentliche Ortszentrum liegt jedoch auf der bereits erwähnten in den Fjord ragenden Sandbank. Dort drängen sich die Wohnhäuser dicht aneinander und es ist auch Platz für einige Hafenanlagen. Im alten Ortsteil gibt es etliche historische Häuser aus Holz und mit der üblichen Wellblechverkleidung aus dem 19. Jahrhundert. Mangels anderer Sehenswürdigkeiten zieht die winzige Altstadt die Touristen an. Oberhalb von Isafjörður sind zahlreiche aufwändige Schutzwälle gegen Lawinen gut zu erkennen.

Von Isafjörður könnt ihr weiter über die Straße 61 nach Bolungarvik fahren. Von dort führt die Piste 630 zur schönen und einsamen Bucht Skálavik. Sehr beeindruckend ist ein Abstecher von der 630 zur über 600 Meter hohen Klippe Bolafjall (siehe separate Tourbeschreibung).

Über Campingplätze und Geschäfte entlang dieser Etappe informiert die Streckenübersicht.

Höhenprofil zur Tour von Heydalur nach Isafjörður
Bild: Höhenprofil zur Tour von Heydalur nach Isafjörður (Nächste Seite Nächste Seite)