Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

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Radweg über den Eurovelo 12 von Aberdeen nach Newcastle

Abschnitt:

St Andrews - Edinburgh

Karte zur Radtour auf dem EV12 von St Andrews nach Edinburgh
Bild: Karte zur Radtour auf dem EV12 von St Andrews nach Edinburgh

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 106 Kilometer lange Radtour von St Andrews nach Edinburgh. Sie ist Teil des europäischen Fernradweges Eurovelo 12, den wir auf den folgenden Seiten zwischen Aberdeen und Newcastle dokumentieren. Eine Übersicht zu allen Seiten dieser Radtour ist am Beginn dieser Seite dargestellt.

Auf den Nordseeküstenradweg von St Andrews nach Edinburgh

Logo Eurovelo 12Logo NordseeküstenradwegLogo Fernradweg 1Uns erwartet nun eine lange, auf Grund der vielen Anstiege anstrengende Etappe.

Der britische Radweg 1 und der streckengleiche Nordseeküstenradweg berühren nur den westlichen Ortsrand von St Andrews und wenden sich dann gleich wieder zurück in Richtung Westen. Auf der letzten Seite haben wir bereits erwähnt, dass es kurz hinter Guardbridge eine Abkürzung mit Umgehung von St Andrews gibt.

Wir sind jedoch den sechs Kilometer langen Bogen nach Osten geradelt, um St Andrews zu besichtigen und können euch das sehr empfehlen. Ab St Andrews radeln wir durch Felder abseits des Meers wieder zurück nach Westen. Der Eurovelo 1 steigt ab St Andrews kontinuierlich von Meereshöhe mit einer mäßigen Steigung bis auf 100 Meter an und senkt sich anschließend wieder ab, bis wir am Fluss Eden fast wieder auf Meereshöhe sind.

Nun geht es durch ein enges Tal mit dichtem Baumbestand entlang des Baches Ceres Burn wieder aufwärts. Wir radeln am Ende des Tales durch den Ort Ceres und steigen weiter an bis auf eine Höhe von 150 Metern. Auf einer schmalen Teerstraße kurbeln wir am oberen Rand eines breiten Tales. Leider müssen wir wieder bis auf eine Höhe von 50 Metern hinunter ins Tal, queren die A92 und radeln in den Ort Falkland hinein. Eine Rundfahrt durch den wunderschönen mittelalterlichen Ort lohnt sich sehr. Vielleicht findet sich auch Zeit für eine Tasse Tee in einem der Cafés.

Weiter geht es abseits der Straßen in einem Zickzackkurs leicht aufwärts durch einen schönen kultivierten Wald. Anschließend rollen wir steil hinunter zu einem Tal mit dem Fluss Eden. Nun arbeiten wir uns auf einer geraden, einspurigen Teerstraße durch Felder entlang des südlichen Talrandes mit einer mäßigen Steigung aufwärts. Bei dem vorherrschenden Westwind ist auch diese Steigung von nicht mehr als 3% gut spürbar.

Südlich des Sträßchens erstrecken sich die steilen, von Wiesen bewachsenen Lomond Hills. Unterhalb dieser Hügelkette radeln wir nach Westen in Richtung des Loch Leven.Vor dem See schlägt die Route einen Haken und umrundet den See sodann an seinem Nord- und Westufer abseits der Straßen auf schmalen, ungeteerten Wegen ohne jegliche Steigung. Um den See herum ist die Strecke leider nicht ausgeschildert. Man halte sich immer am Seeufer bis zum südlichen Ende des Ortes Kinross.

Dort quert der wieder beschilderte Radweg die M90 und hält auf die Cleish Hills zu. Ein steiler Felsabsturz zieht sich entlang der Nordseite des sich von Osten nach Westen uns in den Weg stellenden Höhenzuges. Bei der Ortschaft Cleish geht es schließlich mit 10 bis 12% auf einspuriger Strecke steile 160 Höhenmeter auf einer Distanz von knapp vier Kilometern die Cleish Hills hinauf. Die Südseite der Hills flacht langsam ab und wir radeln durch ein großes Waldgebiet leicht abwärts, unterbrochen von einigen kurzen Aufstiegen.

Vor Dunfermline müssen wir leider ein Stück über eine etwas verkehrsreichere Straße. Schließlich werden wir durch einen Bahnradweg erlöst, der uns bis an den Stadtrand von Dunfermline bringt. Auf breiten Straßen mit Radspur geht es abwärts durch Dunfermline, dann hinüber zur M90, die wir queren und weiter entlang der B981 nach Inverkeithing. Den lebhaften Ort queren wir der Länge nach und erreichen kurz darauf die 2500 Meter lange Brücke über den Firth of Forth, den weit ins Land reichenden Mündungstrichter des Flusses Forth. Östlich blicken wir auf die Forth Bridge, eine rote Stahlbrücke von 1890 mit drei markanten Auslegern. Westlich quert die M90 mit Hilfe einer Schrägseilbrücke den Fith of Forth.

Am südlichen Ufer des Fith of Forth wendet sich der Radweg nach Osten und wir arbeiten uns anfangs, teilweise abseits der Straßen und teilweise auf straßenbegleitenden Radwegen ins Zentrum der hügeligen Stadt Edinburg vor. Sieben Kilometer vor dem Zentrum gelangen wir erneut auf einen Bahnradweg, der uns sehr komfortabel ohne anstrengende Steigungen und abseits des Straßenverkehrs ins Zentrum hinein führt. Der Eurovelo 1 führt durch die Neustadt zur Scottish National Gallery an den Princes Street Gardens am Fuße der Altstadt.

Edinburgh lohnt mit seiner sehenwerten Neu- und Altstadt einen Stopp von mindestens einem Tag.

Über Campingplätze entlang dieser Etappe informiert die Streckenübersicht.

Blick auf die Ebene mit dem Ort Kettlebridge
Bild: Blick auf die Ebene mit dem Ort Kettlebridge
Falkland
Bild: Falkland
Loch Leven
Bild: Loch Leven
Forth Bridge über den Firth of Forth bei Edinburgh
Bild: Forth Bridge über den Firth of Forth bei Edinburgh
Altstadt von Edinburgh
Bild: Altstadt von Edinburgh
Höhenprofil zur Radtour auf dem EV12 von St. Andrews nach Edinburgh
Bild: Höhenprofil zur Radtour auf dem EV12 von St. Andrews nach Edinburgh
Norden von Edinburgh mit Hafen
Bild: Norden von Edinburgh mit Hafen (—»)